Freitag, 31. Dezember 2010

Arkadien erwacht - Kai Meyer

Da wandelte ich wieder etwas abseits meiner üblichen Lesepfade, kein Thriller und der Blutanteil hält sich auch in Grenzen - das Cover wirkt schon fantastisch und Kai Meyer war mir eher als Schreiber von Büchern die nicht in der Jetztzeit spielen bekannt. Auch der Text auf der Rückseite war nicht so richtig erhellend


Schon bei ihrer Ankunft auf Sizilien fühlt sich Rosa, als wäre sie in einen alten Film geraten - der Chauffeur, der ihre zufällige Reisebekanntschaft Alessandro am Flughafen erwartet; der heruntergekommene Palazzo ihrer Tante; und dann die Gerüchte um zwei Mafiaclans, die seit Generationen erbittert gegeneinander kämpfen: die Alcantaras und die Carnevares, Rosas und Alessandros Familien. Trotzdem trifft sich Rosa weiterhin mit Alessandro. Seine kühle Anmut, seine animalische Eleganz faszinieren und verunsichern sie gleichermaßen. Doch in Alessandro ruht ein unheimliches Erbe, das nicht menschlich ist ...


Da eine Freundin sich das Buch aber kaufte und gerade mit etwas anderem beschäftigt war nahm ich es also doch in die Finger, wohl weil ich wissen wollte was mir diese merkwürdige Inhaltsangabe sagen soll.
Ich rechnete mit etwas was im Mittelalter oder zumindest in einer früheren Zeit spielt und war ziemlich überrascht als ich auf den den ersten Seiten schon etwas von einem IPod las - nur deshalb las ich dann wohl auch weiter.

Das Buch spielt komplett in der jetzigen Zeit und handelt von 2 italienischen Mafiafamilien um die es ein Geheimnis gibt - das im Klappentext beschriebene "unheimliche, nicht menschliche Erbe".
Das wird wohl eine Trilogie wenn ich das richtig gelesen habe und zumindest Teil 1 davon gefiel mir, Arkadien erwacht ist spannend, hat mich unterhalten und war überraschend. Die Personen sind mir sympathisch, die Handlungen nachvollziehbar und die Sprache war auch klar und flüssig zu lesen.
Ich bin neugierig wie es weiter geht, auch wenn ich fürchte dass Band 2 für mich dann doch "zu" fantastisch werden könnte. Band 1 hatte da noch die für mich optimale Mischung zwischen Fantasie und Realtität.

Die Buchhändlerin sagte wohl, dass die Reihe mit "Die Tribute von Panem" vergleichbar wäre, das ist es vielleicht etwas vom Überraschungsfaktor her aber meiner Meinung nach noch nicht von der Tiefe der Geschichte - aber das kann in Band 2 ja noch kommen.

Ein durchaus überraschend gutes Buch das anders war als zuerst erwartet und mich dann doch fesselte. Mal sehen ob Teil 2 mithalten kann oder ob ich dort dann aufhöre weil ich nicht so der Typ für Fantasybücher bin.

Das Buch ist im Carlsen-Verlag erschienen.

Gesuchtes

Ich hab das schon oft auf andern Blogs gelesen und mich oft ein bisschen amüsiert, jetzt hatte ich erstmals das Bedürfnis zu einigen der Suchbegriffe über die mein Blog in den letzten 7 Tagen gefunden wurde etwas zu schreiben ;)



skulduggery pleasant klappentext
- darüber findet man mich? Amazon hilft aber auch ;)
turbo quirl anleitung - öhm ... wie wäre es mit der Bedienungsanleitung deines Quirls?
bon voyage gutschein erfahrungen - was ist das und wozu ist es gut?
wie lange zeit artikel zu verschicken bei tauschbillet - ich bin dort ja nicht aktiv, aber man sollte Dinge doch immer möglichst zügig verschicken
muss ich einen behinderten mit denden bus schieen - wenn gemeint ist ob du einen Behinderten in den Bus schieben musst dann kann ich nur sagen müssen wohl nicht, aber wenn er darum bittet wäre das wohl ganz nett, ansonsten frage ihn einfach ob er Hilfe braucht
metall detektor in schuh - braucht man wozu?
rollstuhlfahren wenn man keinen brauch - naja ist nicht ganz so spaßig, zeigt dir aber die existierenden Barrieren und ist wohl eher frustrierend dann vermute ich. Kann nen Berg runter aber auch Spaß machen ;) (oder die Reichstagskuppel runter *fg* störend sind dann nur die vielen Leute die so langsam gehen *gg*)

Teufelsleib - Andreas Franz

Ich bin schon vor vielen Jahren eher zufällig auf Andreas Franz gestoßen, damals gab es nur die Reihe um Julia Durant. Als ich mit den Bänden up to date war gab es irgendwann die neue Reihe um Peter Brandt.
Die fesselte mich zwar nie so sehr wie die um Durant aber lesen musste ich sie dennoch immer sofort :D.

Teufelsleib sollte eigentlich schon im Oktober rauskommen und ich war voller Vorfreude im Buchladen um meinen Gutschein in ein Buch umzusetzen, da hieß es "kommt erst in 3 Wochen" :(. Das war besonders doof weil Andreas Franz aus eben diesem Buch auf der Buchmesse lesen sollte und ich mir gerne ein Autogramm darauf mitgenommen hätte und es im Zug dann lesen könnte.
Naja, das hat leider nicht geklappt - auch Andreas Franz hatte zum Vorlesen nur seine Druckfahne weil noch kein gebundenes Exemplar existierte.

Nachdem ich den letzten Band "Mörderische Tage" - aus der Durant-Reihe - einen der besten von Franz fand hatte es "Teufelsleib" aber natürlich ziemlich schwer.

Inhalt:

Kommissar Peter Brandt ist gerade aus einem Kurzurlaub mit seiner Freundin, der Staatsanwältin Elvira Klein, zurück, als er mit einem besonders seltsamen Mordfall konfrontiert wird. Am Mainufer in Offenbach wird eine Hausfrau tot aufgefunden. Das Merkwürdige daran: In ihrer Hand hält sie einen Olivenzweig, und in ihrem Mund findet man eine Olive und eine Taubenfeder. Sehr schnell stößt der Kommissar auf das Geheimnis der Toten: Sie ging offenbar einem äußerst lukrativen Nebenerwerb nach, genau wie zwei weitere Frauen, die in den letzten zwölf Monaten ermordet wurden. Peter Brandt betritt eine Welt aus religiösem Fanatismus, Gewalt und Rache.


Wie immer empfand ich auch dieses Buch irgendwie langweiliger als die der Durant-Reihe. Ich weiß nicht warum aber Frau Durant ist für mich irgendwie "echter" im Gegensatz zu dem langweilig wirkenden Brandt.
Der Fall war nicht schlecht auch wenn für mich das Ende etwas plötzlich kam während sich die Geschichte im Vorfeld sehr zog. Es wurden einige Themengebiete angerissen aus denen man sicher auch eigene Stories hätte machen können. Auf mich wirkte der Themenmischmasch von Huren, Kirche, Misshandlung, Alkoholismus, Arbeitslosigkeit, Erkrankung der Partnerin oft etwas zu viel, da hätte ich mir ab und an etwas weniger gewünscht.
Auch die Beziehung zwischen der Staatsanwältin Elvira Klein und Peter Brandt wurde mir zu oft zu detailliert beschrieben, ebenso wie die Probleme mit der Exfreundin und Gerichtsmedizinierin. Die Probleme der beiden braucht man mir nur 1mal beschreiben und nicht bei jedem Aufeinandertreffen der beiden erneut auswalzen. Auch die Vollkommenheit der Beziehung zwischen Brandt und Klein muss für meinen Geschmack nicht alle 10 Seiten (gefühlt) erneut detailliert beschrieben werden - schließlich will ich keinen Liebesroman lesen.
Dafür wurden Brandts Töchter wohl eher zu Randfiguren die zwar erwähnt werden aber genauso gut auch einfach hätten unerwähnt bleiben könnten - schade irgendwie, zumal die in der Pubertät ja eher mehr als weniger Probleme machen dürften.
Auch die einst so bissige und unnahbare Staatsanwältin wird plötzlich zu einem zahmen, eher zahnlosen, Lamm das nur noch reagiert statt zu agieren und sich im Schatten von Brandt durch das Buch schleppt - auch schade darum, ich mochte die andere Elvira lieber.
Vielleicht ändert sich das ja wieder wenn Brandt einen echten Partner bekommt, so dass dieses eher unrealistische Spielchen Brandt rennt entweder alleine durch die Gegend oder mit Frau Staatsanwalt im Schlepptau vielleicht endlich beendet ist.

Die Menschen die dann für den Täter eine Rolle spielen blieben über das gesamte Buch zu blass und wurden mir zu oberflächlich behandelt, auch am Ende so dass ich ihnen gegenüber überhaupt keine Gefühle entwickeln konnte, auch da bleibt mir nur zu sagen schade, denn der Fall hätte echtes Potential gehabt.

Zum Glück erwarte ich von der Brandt-Reihe weniger als von der Durant-Reihe und so hielt sich meine Enttäuschung in Grenzen, das war aber auf jeden Fall nicht der beste Franz auch wenn er durchaus lesbar ist und auch irgendwie spannend war. Ich bleibe dennoch etwas unzufrieden zurück.

Vielen Dank aber für das Ausleihen!

Das Buch ist im Knaur-Verlag erschienen, die Covergestaltung ist an die anderen aus der Brandt und auch Durant-Reihe angelehnt (die mir gut gefällt) und ich warte nun schon auf den neuen Franz, der hoffentlich wieder ein Durant-Band wird, wahrscheinlicher ist aber wohl ein Hardcover der Kieler Truppe vermute ich mal.

Montag, 20. Dezember 2010

Die Buße - Meg Gardiner

Ich habe Meg Gardiner damals auf Empfehlung einer sehr lieben Bekannten entdeckt die einen mir äußerst ähnlichen Lesegeschmack hatte (blutig darf's sein, spannend und/oder irgendwie interessant) und zuerst die Evan Delaney-Reihe gelesen die ja leider vom Verlag sehr durcheinander publiziert wurde. Die waren mir manchmal zu militärlästig aber immer so spannend dass ich sie lesen wollte (und nicht ZU viel Militär/Politik).

Als dann Hardcover von Meg Gardiner erschienen war klar, das muss ich lesen, als ich dann noch sah, dass vorne im Buch ein Stadtpan von San Francisco abgedruckt war war es total um mich geschehen, schließlich war ich erst kurz vorher in San Francisco und hatte mich doch total in die Stadt verliebt.
Als ich damals den ersten Band der Dr. Jo Beckett/Amy Tang - Reihe in den Fingern hielt musste ich erst mal mindestens 5 Minuten lang den Stadtplan anschauen und in Gedanken durch die Stadt reisen und murmelte minutenlang "oooh Frisco ... kuck mal, da war unser Hotel, da ist Fisherman's Wharf und da hab ich meinen Geldbeutel verloren" vor mich hin und ging anwesenden Personen damit glaube ich minimal auf den Wecker ;).
Kurzum ich war schon positiv vorbelastet bevor ich nur eine Seite des Buches gelesen hatte ;)

Band 1 war dann ein bisschen ... lala, aber es war Band 1 der Reihe und hey San Francisco und wirklich schlecht war es auch nicht nur anfangs gefühlt etwas zäh, aber nicht unspannend. Band 2 "Die Beichte" gefiel mir dann schon besser, man musste die Personen ja auch nicht mehr einführen ;)

Band 3 heißt nun "Die Buße" und der Heyne-Verlag hat mal wieder das getan was Verlage in letzter Zeit scheinbar gerne tun - das Design geändert ... hmmmmmpf! Warum müsst ihr das denn machen?!? Könnt ihr euch nicht vorher ein Design überlegen und wenn ihr das schon einheitlich gestaltet bei den ersten Bänden wenigstens bei den andern beibehalten?? Bisher gab ich die Bücher nach dem Lesen immer weiter, jetzt hatte ich mir gerade überlegt die andern beiden wieder zu besorgen und die Reihe ins Regal zu packen, mit dem geänderten Design werde ich dass sicher nicht tun lieber Verlag.

Nun aber endlich zum Buchinhalt:
Text auf der Buchrückseite:

Es sollte ihr großes Comeback werden. Tausende von Fans feiern Tasia McFarland, als sie, von einer Kugel tödlich getroffen, auf der Bühne zusammenbricht. Ein Unfall? Mord? Selbstmord? Ein psychologisches Gutachten soll Licht ins Dunkel bringen. Jo Beckett nimmt die Ermittlungen auf. Fieberhaft rekonstruiert sie die letzten Stunden der Toten und stößt bald auf die entscheidende Spur: ein Songtext, in dem Tasia McFarland ihren Tod vorwegzunehmen scheint.


Tasia MacFarland ist die Ex-Ehefrau des amerikanischen Präsidenten und hat eine psychische Erkrankung so dass die Vermutung des Selbstmordes nicht so abwegig erscheint. Jo Beckett ist zufällig bei dem Konzert und bei dem Unglück sozusagen live dabei.
Im Laufe der Ermittlungen, natürlich wieder an der Seite von Amy Tang, stoßen sie auf einige Hindernisse und müssen sich durch Verschwörungstheorien arbeiten. Und die Fäden führen immer wieder zum Präsidenten ... hat er damit etwas zu tun oder ist die Vermutung nur eine Art Überreaktion? Und weshalb passieren im Umfeld der Ermittelnden allerlei merkwürdige Dinge die von "oben" kommen und offensichtlich die Ermittlungen vorzeitig beenden sollen?

Meine Meinung zum Buch:
Da ist er wieder, der San Francisco-Stadtplan :D und ziemlich am Anfang des Buches gibt es eine Szene wo Beckett mit der Schwester von Tasia ein Stück durch San Francisco läuft, ich konnte in Gedanken mitlaufen und entwickelte sofort unsägliches Fernweh ... hörte sogar die F-Line (Straßenbahnlinie die mit historischen Wagen befahren wird) in meinem Kopf klingeln.
Das Buch beginnt recht spannend, das Unglück passiert relativ zügig, allerdings kann ich wenig mit Verschwörungstheorien anfangen und die treten schon sehr früh mal in den Vordergrund ... wäre es nicht Meg Gardiner hätte ich das Buch vielleicht sogar abgebrochden, einfach weil ich mit sowas so gar nix anfangen kann, das wäre aber rückblickend betrachtet wirklich schade gewesen.
Für meinen Geschmack war es zwar ein bisschen viel Verschwörungskram aber die Geschichte und der Fall um den Tod von Tasia MacFarland war dennoch spannend und man sollte sich da von den beschriebenen Verschwörungstexten nicht abschrecken lassen. Von mir aus hätten die allerdings gerne etwas kürzer ausfallen dürfen ;).

Schön fand ich, dass Ferd eine relativ große Rolle spielte, ich mag diesen kauzigen Typen irgendwie. Die Beziehung von Jo und Gabe entwickelt sich allerdings meines Erachtens irgendwie plätschernd was sich gegen Ende ein bisschen ändert.

Die Auflösung gefiel mir ganz gut muss ich sagen, auch auf die Gründe wurde erstaunlich genau eingegangen.
Endgültig mit dem Verschwörungszeug versöhnend wirkte dann auf mich eiin Satz in dem stand, dass Jos Schwester ihr Ghiraradelli-Schokolade mitbringt ;).
Das geht sicher nicht jedem so *fg* aber ich habe in San Francisco Ghirardelli-Schokolade probiert, genauer gesagt einen Milchshake aus der Schokolade und es war das absolut schokoladigste was ich je in meinem Leben getrunken habe (dort wurde eine ganze Tafel in eine "small" Variante reingebröckelt!) - sehr lecker und ich empfand sofort die selbe Glückseligkeit wie beim Trinken - und zack waren mir auch Verschwörungssachen egal ;)

Ich kann das Buch aber auch für Menschen die keine San Francisco Liebhaber sind empfehlen :)
Müsste ich Noten vergeben bekäme das Buch eine solide 2.
Allerdings ist mir die Übersetzung des Titels völlig unklar, das Original lautet "The Liar's Lullaby" was auch der Titel eines für die Geschichte äußerst relevanten Liedes ist das von Tasia geschrieben wurde. Auch der Sinn der Schere auf dem Cover erschließt sich mir ebenso wenig wie was "Die Buße" eigentlich mit dem Buch zu tun hat - ich hätte nach dem Titel jedenfalls eine andere Geschichte erwartet. Am Ende kann man sich da schon einen Zusammenhang zusammenreimen, glücklich oder gar gut finde ich die Titelauswahl aber nicht.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Puppenspiele - Marina Heib

Ich mag diese Reihe um den eher eigenwilligen Christian Beyer sehr und bin da damals nur eher zufällig drauf gestoßen.
Die Bücher sind immer relativ dünn und lassen sich also einfach mal eben so zwischendurch weglesen, praktisch.
Meinem Saarländerherz gefällt natürlich auch, dass die Autorin Saarländerin ist ;).
Klappentext:

Eine rote Narbe über dem Herzen und ein Spiegel in der Hand. Welche Botschaft steckt hinter der Inszenierung, die der Serienkiller mit seinen jungen Opfern veranstaltet? Christian Beyer und sein Team decken bei ihren Ermittlungen ein skrupelloses Spiel um Geld, Macht und Fortschritt auf, das jetzt seinen tödlichen Tribut fordert.


Ohne zu viel verraten zu wollen fand ich es auch interessant, dass die Autoin das Thema Genmanipulation aufgreift und man aber keinen Medizinthriller liest.
Die Schreibweise ist wie immer gewohnt flüssig wie man es schon von den restlichen 3 Bänden der Reihe gewohnt ist.
Schade fand ich, dass das Team dieses Mal nicht komplett ermittelt. Die Handlungen von Beyer im Bezug auf sein Privatleben empfand ich als nicht wirklich nachvollziehbar aber darum geht es dabei ja auch nicht hauptsächlich. Die Einbeziehung der Opfermutter fand ich in enem solchen Maße auch zu groß und ist wohl ziemlich realtitätsfern.
Der Schluss gefiel mir ganz gut, auch wenn ich kurz fürchtete man würde mir damit vielleicht das Buch versauen, dem war dann aber zum Glück doch nicht so.

Das Buch war jetzt kein Thriller der mich schlaflos zurückließ, dennoch war er spannend und unterhielt mich. Für den nächsten Band erhoffe ich mir wieder das komplette Team und auch das Anna und ihre Arbeit wieder etwas mehr in den Vordergrund rückt.

Ein kurzer Nachtrag weil es mir gerade einfiel: Ich glaube ich weiß jetzt warum mir die Reihe so gefällt, sie erinnert mich an die Fernsehserie "Die Cleveren" die mal auf Sat1 lief bei der ein Psychologe und eine Polizistin zusammenarbeiteten und Fälle in ganz Deutschland bearbeiteten. Bei der Serie wurde allerdings mehr Wert auf das psychologische gelegt finde ich, es fühlte sich informativer an irgendwie.

Dienstag, 30. November 2010

Da hab ich wohl Glück gehabt

Der Beitrag von Christiane zeigte mir, dass ich damals wohl Glück gehabt hab bei meiner Flugreise über einen französischen Flughafen ;) und dass die Nichtkontrolle wohl in Frankreich Methode hat.

Ich weiß die Jahreszahl nicht mehr genau, aber entweder Dezember 2005 oder 2006, ich wollte nach Miami fliegen über Charles-de-Gaulle in Paris. Meine erste Flugreise so mit umsteigen und ganz alleine. Damals war ich noch laufend unterwegs und so hatte ich nur Assistenz mit einem Flughafenrolli gebucht, denn die Wege zum Gate würden zu Fuß einfach viel zu lange dauern (und wären echt anstrengend).
Abflug FFM und ich wurde eher rudimentär gecheckt (immerhin mit Handchecker bis zur Wade) vom Sicherheitspersonal, aber es sollte ja auch "nur" bis CDG gehen.
In Paris musste ich dann das Terminal wechseln, aber bis ich aus dem Terminal raus war dauerte ja schon denn die Assistenz hatte viiiiel Zeit und sah sich nicht genötigt ihre privatgespräche mit Hinz und Kunz einzustellen oder auch nur mal einen Schritt schneller zu gehen. Plötzlich parkte man mich einfach in der Nähe eines Ausgangs und entfernte sich kommentarlos und zügig, ich stand da und wartete auf weiß der Geier was ... ich überlegte schon die passenden franz. Flüche in meinem schon übermüdetem Hirn (ich war ja seit nachts um 3 unterwegs und hatte davor gar nicht erst geschlafen und es war immerhin schon etwa 11 Uhr morgens) ... dann kam von draußen ein Franzose der mich ebenso wortkarg nach draußen schob, mich fragte ob ich aufstehen könne und mich in einen Kleinbus steigen ließ. Den rollstuhl ließ er stehen. Dann stieg er in den Bus und fuhr gaaaaaaanz langsam ca 2 Minuten zum nächsten Terminal. (laufen/schieben wäre echt schneller gewesen)
Dort musste man (natürlich) auf einen neuen Rollstuhl warten, mittlerweile wurde auch die Zeit knapp, schließlich musste ich ja noch durch den Sicherheitscheck und es ging ja nach Amerika.
Als der Rollstuhl endlich da war zeigten sowohl meine Uhr, als auch der Tonfall der Angestellten, dass es jetzt aber wirklich Zeit wurde denn das Boarden sollte in etwa 15 Minuten beginnen.
Sie ging dann immerhin einen kleinen Schritt schneller - aber der Weg war weit ... und dann kamen wir irgendwann endlich an der Sicherheitskontrolle an. Ich wollte gerade ansetzen zu sagen das ich otrhopädisches Schuhwerk trage (in dem Metall drin ist!) da war ich auch schon durch den Metalldetektor durchgeschoben, piepsend natürllich. Interessierte aber keinen man rief mir ein "bon voyage" hinterher... ich weiß noch das ich dachte "wow, das sind also die ach so genauen Sicherheitschecks wenn man nach Amerika fliegt und das an einem großen und wichtigen Flughafen wie Paris Charles-de-gaulle".
Ich kam also ohne dass auch nur der Versuch irgendeiner Kontrolle gemacht wurde in ein Flugzeug das nach Miami flog. Von der nicht vorhandenen Freundlichkeit der Franzosen muss man da gar nicht mehr reden ...

in Amerika war man dann sehr viel freundlicher und bemühter, auch wenn xmal fragen ob alles okay ist irgendwann nerven kann ;)

Dann ging mein Rückflug am 30.12., ich sollte also logischerweise am 31. in FFM landen und wollte von dort mit dem Zug weiter.
Schon beim Check-In wurde ich darauf hingewiesen, dass ich besser zügig losgehe (obwohl noch einiges an Zeit war) wg. dem Security Check, die Assistenz schob mich also im Affenzahn weg von der Freundin so dass ich mich nur gerade so noch verabschieden konnte. Dann kam ich zur Kontrolle, die waren ja auf dem Hinflug eher lasch und ich dachte das wäre ja auf dem Rückflug sicher nicht viel anders ... Pustekuchen ... Miami zeigte mir was genaue Kontrollen sind ...
Natürlich piepste der Metalldetektor, der Rollstuhl und mein Schuh haben ja Metall, ich sagte auch das mein Schuh Metall hat und nach sehr gründlichem Abtasten (sogar in den winzigen möchtegerntaschen der Jeans wurde gefühlt!9 und dem Auseinanderpulen meines Haargummis(!) musste ich die Schuhe ausziehen. Ich trage normale Schuhe und dann zur Stabilisierung meiner Füße noch einen höheren Schuh aus Leder (der schon so kaputt war das man das Metall in der Sohle sogar sehen konnte). Ich zog nur meinen normalen Schuh und den Strumpf über dem Innenschuh aus. Schuhe und Strümpfe(!) wurden dann weggetragen und nachdem diese sich offenbar als clean rausstellten wurde ich noch gefragt ob ich bereit wäre meinen Innenschuh auszuziehen. Das war ich nicht, denn das dauert bis ich die beide wieder an hab und mittlerweile war die Zeit ganz schön fortgeschritten... Ich habe allerdings vorher gefragt was passiert wenn ich nein sage. Da man dann nur einen andern Test machen wollte verweigerte ich also das Ausziehen. Also kam nur der Wattebausch für den Staubtest zum Einsatz.
Dann hieß es hurtig wieder alles anziehen denn die Assistenz murmelte schon was von "hurry up" ...

Beim Anflug auf Paris war das Flugzeug schon so sehr verspätet, dass nur noch etwa 15 Minuten bis zum Abflug nach FFM waren bevor es überhaupt gelandet war.
Und natürlich war dann keine Assistenz zu sehen ... und es dauerte ewig bis das Flugzeug leer war (Behinderte gehen ja als letztes raus).
Die Stewardess erkundigte sich dann nach meinen Weiterflugdaten und bekam einen leicht erschrockenen Gesichtsausdruck - super, danke hilft mir echt dran zu glauben dass der Weiterflug klappt.
Die Assistenz kam dann irgendwann und das Spiel war das Gleiche wie beim Hinflug, recht gemütliche Gangart, Schweigen im Walde, Umsteigen in den Kleinbus... beim Aussteigen dort wurde der Fahrer dann zur dortigen Assistenz etwas lauter und aufgeregter allerdings ließen mich beide dann (mal wieder) stehen und gingen irgendwohin und der Fahrer wurde ruhiger... als der auf dem Weg zu seinem Bus war sprach ich ihn an doch er sagte nur ich solle warten (mein Flieger sollte jeden Moment starten).
Wo die Assistenz hin war hatte ich nicht gesehen, fahren konnte ich selbst kaum in dem Rollstuhl und wo ich hin mussste wusste ich auch nicht - also warten.... nach gefühlten Ewigkeiten kam die Assistenz dann wieder angezockelt (gaaaaaanz laaaangsaaaaam) und ließ sich dann endlich dazu herab mir mitzuteilen, dass mein Flug wg. Schneefalls gecancelt wurde ich aber gaaaaaaaanz bestimmt mit dem nächsten - der gaaaaanz sicher fliegen würde - mit könnte.
Man parkte mich (ohne Rollstuhl) bei so einem Essenkaufding, drückte mir 1 Gutschein für 1 Brötchen und was zu trinken in die Hand und sagte man käme wieder ... (ich sah mich schon Silvester am Pariser Flughafen sitzen)
Zu meinem Erstaunen passierte das sogar und der Flieger flog. Auch dieses Mal gab es quasi keine Kontrolle, ich glaube man fühlte immerhin von unterhalb meines BHs bis über dem Hosenbund...

Als ich 2 oder 3 Jahre später erneut in die USA fliegen wollte (diesmal nach San Francisco) war für mich aber klar das es nicht über Frankreich gehen wird, Unfreundlichkeit gepaart mit Unorganisiertheit und Langsamkeit kann ich nicht brauchen bei einer Reise.

Freitag, 19. November 2010

Anfrage zur Barrierefreiheit bei S21 III

Tja, nachdem der Beitrag moderiert werden musste erhielt ich eben die Mail das mein Beitrag nicht online gestellt wird weil die Fragen bereits beantwortet würden in 2 Beiträgen - zu finden hier und hier.

Naja, vielleicht bin ich einfach zu überzeugt das meine Anfrage anders ist, schon weil sie zB viel detaillierter ist - nun denn offenbar ist sie es nicht.
Schade, prinzipiell fand ich diese DirektZu Idee gut, so macht sie aber keinen Sinn irgendwie.

Nun denn, weiß jemand EMail-Adressen der Verantwortlichen? Dann frag ich eben so an... denn Antworten auf meine Fragen erwarte ich mir von den genannten Beiträgen nicht.

Donnerstag, 18. November 2010

Anfrage zur Barrierefreiheit bei S21 II

noch ein update: der beitrag erscheint jetzt wenn ich auf den Link klicke, vermute mal er ist nach der Freischaltung dann für euch hier zu sehen und abstimmfähig.

Update: Ah in einer der VIER Mails die man nach dem Verfassen und Anmelden erhält steht drin das mein Beitrag zuerst von Moderatoren geprüft werden muss und erst dann freigeschaltet werden kann - nun, man darf gespannt sein a) ob er es wird und b) wann das passiert.

So, endlich ist es geschafft - ich habe die Anfrage endlich zu Ende formuliert und auch die Anregungen via Twitter einfließen lassen. Daraus ergab sich ein sehr langer Text mit sehr vielen Fragen.
Offenbar wird auf diesem Direktzu-Portal immer das beantwortet über das am Meisten abgestimmt wurde, so ganz hab ich das System noch nicht verstanden aber ich habe mich auch noch nicht wirklich eingelesen, also stimmt mal fleißig ab. Auch wenn es bis zum nächsten weiterleitungstermin am 22. wohl nicht mehr schaffbar ist den Beitrag so hoch zu voten vermute ich.

Eigentlich wollte ich jetzt einen Link zum Beitrag setzen, aber ich finde ihn nicht mehr auf der Seite...
Auch der Link der in der "wir haben ihren Beitrag erhalten" Mail steht führt auf eine "Es wurde kein Beitrag gefunden, stellen Sie sicher dass der Link korrekt ist" Seite.

Aber ich habe den Text vorher kopiert und notfalls muss ich mich halt dran machen herauszufinden welche Bahnleute da konkret verantwortlich sind und deren Mailfächer damit füllen. Mal sehen ... ich will auf jeden Fall Antworten. (auch wenn die wahrscheinlich nur sehr unbefriedigend ausfallen werden, die Fragen müssen gestellt werden)

Hier also mein Text:


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe einige Fragen zur Barrierefreiheit des S21-Projekts die in den bisherigen Schlichtungen nicht beantwortet wurden.
Es war die Rede von 5 Aufgängen pro Bahnsteig, wieviele dieser Aufgänge sind Aufzüge und wo liegen diese? Wieder nur an den Enden des Gleises? Und gibt es für Rollstuhlfahrer im Falle eines Aufzugdefektes eiine Alternativmöglichkeit um vom Gleis weg bzw. zum Gleis hin zu kommen oder ist der Rollstuhlfahrer dann auf dem Gleis gefangen ohne sich selbstständig(!) wegbewegen zu können? (auch im Falle einer Notsituation muss es ja eine aufzugunabhängige Lösung geben)
Desweiteren wird die Durchgangsbreite bei den Rolltreppen als zu eng bemängelt, ist bei der Planung die Situation eines vollen Bahnsteiges und durchfahrenden Rollstühlen berücksichtigt worden, enge Bahnsteige können da u.U. ziemlich gefährlich sein.
Wurde mal ausprobiert wie schwierig das zukünftige Gefälle für Rollstuhlfahrer ist? Laut Medienberichten entspricht der Höhenunterschied von Bahnsteigende bis -anfang etwa einem zweigeschossigen Wohnhaus, in jedem Wohnhaus müsste dafür ein Aufzug eingebaut sein für Rollstuhlfahrer, hat man das in der Planungsphase mal z.B. von Rollstuhlfahrern wirklich testen lassen ob das Gefälle über diese Länge des Bahnsteiges zu bewältigen ist, auch mit Gepäck am Rollstuhl (Gefahr des Umkippens)? Oder hat man das wieder nur in der Theorie geplant? (auch vor dem Hintergrund das der Bahnsteig eine Neigung zur Bahnsteigmitte hin hat,denn das erschwert das Fahren ja zusätzlich)
Meines Wissens muss bei Rampen alle 6m ein Zwischenpodest eingebaut sein von 1,50m Länge, sind solche Podeste auf dem Bahnsteig eingeplant? (Musterbauordnung §50 http://www.bauordnungen.de/Musterbauordnung.pdf)
Wieviele barrierefreie Toiletten wird es geben und vor allem wo? Sind diese ohne Aufzugnutzung erreichbar?
Ein weiterer sehr wichtiger Punkt sind die geplanten Umsteigezeiten, einen konkreten Plan legte die Bahn bisher leider nicht vor es wurde aber davon gesprochen diese wären ausreichend. Auch für Rollstuhlfahrer? Von H. Leuschel wurde S21 als "ähnlich zum Bahnhof Mainz" verglichen, dort beträgt laut Mobilitätsservice die MIINDESTumsteigezeit 20(!) Minuten, liegt die verfügbare Zeit darunter lehnt der Mobilitätsservice Hilfe ab. Beim jetzigen Bahnhof beträgt diese nur 15 Minuten.Wird es mir auch zukünftig möglich sein Anschlusszüge zu nehmen oder muss ich erst mal 30 Minuten Aufenthalt unter der Erde einplanen?
Wird es unterlaufbare Treppen bei S21 geben? Das stellt nämliich für Blinde, trotz Blindenleitsystem, eine ziemliche Gefahr dar. Gibt es für Gehörlose digitale Anzeigen mit Laufschrift die zeitgleich zur Ansage sind?
Werden die Tresen des Servicepoints eine niedirigere Stelle haben sodass auch Rollstuhlfahrer ohne Verrenkungen mit dem Personal kommunizieren können?
Wie werden die Servicezeiten des Mobilitätsservices sein? Also zu welchen Uhrzeiten können Rollstuhlfahrer überhaupt noch mit einer Einstiegshilfe rechnen?
Werden im Zuge der Zugneukäufe die wg ETCS notwendig sind endlich Züge mit fahrzeuggebundenen Einstiegshilfen angeschafft die das Personal auch bedienen darf? (das ist heute nicht immer der Fall) Vor allem auch Fernzüge die nicht mehr auf den Hublift angewiesen sind.

Ich weiß, das sind sehr viele Fragen, allerdings sind sie für mich und auch andere Behinderte alle sehr wichtig und relevant.

Freundliche Grüße


Ich kann den Text angeblich noch eine Stunde bearbeiten (wenn ich ihn denn mal finde *G*) also theoretisch könnt ihr noch schnell hier schreien wenn es noch was ganz wichtiges ist.

Mittwoch, 10. November 2010

Anfrage zur Barrierefreiheit bei S21

Die Bahn beantwortet bei diesem Direkt.zu Portal Anfragen der Bürger zu S21 - hab ich nur zufällig entdeckt will ich aber die ganze Zeit schon nutzen um Fragen zur Barrierefreiheit zu stellen, und mit jeder Schlichtung werden es mehr ...

Das ich einen Kopfbahnhof generell barrierefreier finde - schon weil man sich nicht auf Technik verlassen muss beim Gleiswechsel - hab ich schon erwähnt, allerdings gibts bei S21 ja noch mehr Fragen ... ich feile noch etwas denn die Wortanzahl ist dort nur begrenzt und momentan fehlen zB. noch Umsteigezeiten, Toiletten, Probleme f. Blinde/Gehörlose und auch die Verfügbarkeit des Mobserv - bisher sieht meine anfrage so aus (ich bin aber daran gerade am Schreiben)


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe einige Fragen zur Barrierefreiheit des S21-Projekts die in den bisherigen Schlichtungen nicht beantwortet wurden.
Es war die Rede von 5 Aufgängen pro Bahnsteig, wieviele dieser Aufgänge sind Aufzüge und wo liegen diese? Wieder nur an den Enden des Gleises? Und gibt es für Rollstuhlfahrer im Falle eines Aufzugdefektes eiine Alternativmöglichkeit um vom Gleis weg bzw. zum Gleis hin zu kommen oder ist der Rollstuhlfahrer dann auf dem Gleis gefangen ohne sich selbstständig(!) wegbewegen zu können? (auch im Falle einer Notsituation muss es ja eine aufzugunabhängige Lösung geben)
Desweiteren wird die Durchgangsbreite bei den Rolltreppen als zu eng bemängelt, ist bei der Planung die Situation eines vollen Bahnsteiges und durchfahrenden Rollstühlen berücksichtigt worden, enge Bahnsteige können da u.U. ziemlich gefährlich sein.
Wurde mal ausprobiert wie schwierig das zukünftige Gefälle für Rollstuhlfahrer ist? Laut Medienberichten entspricht der Höhenunterschied von Bahnsteigende bis -anfang etwa einem zweigeschossigen Wohnhaus, in jedem Wohnhaus müsste dafür ein Aufzug eingebaut sein für Rollstuhlfahrer, hat man das in der Planungsphase mal z.B. von Rollstuhlfahrern wirklich testen lassen ob das Gefälle über diese Länge des Bahnsteiges zu bewältigen ist, auch mit Gepäck am Rollstuhl (Gefahr des Umkippens)? Oder hat man das wieder nur in der Theorie geplant? (auch vor dem Hintergrund das der Bahnsteig eine Neigung zu den Gleisen hin hat,denn das erschwert das Fahren ja zusätzlich)
Meines Wissens muss bei Rampen alle 6m ein Zwischenpodest eingebaut sein von 1,50m Länge, sind solche Podeste auf dem Bahnsteig eingeplant? (Musterbauordnung §50 http://www.bauordnungen.de/Musterbauordnung.pdf)


Korrektur-/änderungs-/Erweiterungsvorschläge? Ich würde das gern heute abschicken daher her mit den Vorschlägen ;)

Darwin Award beim Brownie backen

Jo, ich würd mal sagen den Darwin Award hätte ich schon auch verdient, auch wenn ich ja immerhin nicht ums Leben kam - zumindest das Tippen fühlt sich ja noch sehr lebendig an ;)

Ich hatte bei Juchem bzw beim Schlauer backen - Blog ein Paket mit Backmischhungen gewonnen, die durfte ich mir selbst zusammenstellen und da war es ja quasi Pflicht alles schokoladige mal auszuprobieren. ;) Denn obwohl ich etwa 22 Jahre in dem Ort wohnte in dem Juchem sitzt und sogar in unmittelbarer Nähe mal mein Schulpraktikum machte (ja, damals in Klasse 9 ...) und die Schaumküsse von Juchem immer lecker fand, so hatte ich noch nie eine Backmischung in den Fingern gehabt.

Da ich weiß das ich eher zu den DAUs gehöre was kochen und auch backen angeht war ich sehr gespannt auf die DAUtauglichkeit ;).

Der erste Versuch war Sonnenblumenkernbrot, das war etwas verkrüppelt weil ich dachte meine Kastenform sei kleiner als die normalen und dann zu wenig Teig hatte als ich feststellte dass sie normale Größe hat -> typisch für mich ;)
Das Brot war aber lecker.

Der 2. Versuch sollte nun die Browniebackmischung werden, spontan mitten in der Nacht beschlossen denn es sollte nur wenig Aufwand sein. Eier, geschmolzene Butter und Backmischung zusammenrühren, Ofen vorheizen, Backform falten (war nämlich schon eine in der Packung) und 25 min in den Ofen packen.
Klang fast zu simpel um wahr zu sein;)

Montag, 1. November 2010

Skulduggery Pleasant - Sabotage im Sanktuarium

Juhuu - da war er endlich!! Der vierte Band der Reihe von Derek Landy um den Skelett-Gentleman mit der Feuerhand und seine Freundin Walküre. Der Vorgängerband "Das Groteskerium kehrt zurück" endete ja soooo fies und am liebsten hätte ich sofort Band 4 in den Fingern gehabt ... immer wieder musste ich fast zwanghaft zu Amazon um herauszufinden ob es schon einen Veröffentlichungstermin gibt ... und dann gab es ihn endlich, welch große Freude!

Ich kenne die Reihe um Skulduggery schon ne ganze Weile weil eine Bekannte von ihr schwärmte und sie mir sehr nahe legte, sie beschrieb die Bücher als unglaublich witzg und unterhaltsam - ich las mir den Klappentext durch und traute mich nicht ran, weil da von Skeletten und magischen Dingen die Rede war und ich mit fantastischen Büchern eigentlich kaum etwas anfangen kann (Ausnahme: Harry Potter und die Tinten-Reihe von Funke). Also war die Reihe für mich eigentlich erledigt und dann stieß ich bei frueherlesen.de auf eine Verlosung des 3. Band bei der es 10 Rezensionsexemplare vorab gab. Da dachte ich "hmm du kannst es ja mal probieren, du gewinnst eh eigentlich nie was und wenn es dir nicht zusagt freut sich die Bekannte" - und tadaaa ich gewann sogar ... und ich habe wirklich verschlungen und war sofort süchtig.

Auch Band 4 gab es bei frueherlesen und man mag es kaum glauben, aber ich gewann tatsächlich nochmals - ich konnte es zumindest kaum glauben, aber freute mich riesig.
Band 3 hatte ein gemeines Cliffhänger-Ende und so musste ich mich in der Hausarbeitsendphase zwingen nicht sofort mit lesen anzufangen.
Und es war wie nach Hause kommen, auch wenn Skulduggery ja zuerst sehr fehlte. Schade, aber ja auch irgendwie passend fand ich dass Skuldggery nicht wirklich auf dem Cover war.
Der Klappentext sagt folgendes über das Buch:

Seit der großen Schlacht ist Skulduggery in der Welt der Gesichtslosen verschwunden. Nur ein Wunder kann ihn jetzt noch retten – oder Walküre: Sie muss ganz schnell seinen Kopf finden, der ihm einst von drei Kobolden in Irland gestohlen wurde. Während Walküre um die halbe Welt reist, wird der Magier Skarabäus nach 200 Jahren Gefängnis entlassen. Zwar hat er seine Zauberkräfte eingebüßt, doch seine Rachelust ist ungebrochen. Sofort schart er einen Kreis der schlimmsten Übeltäter um sich, unter ihnen auch Remus Crux, der die Seiten gewechselt hat. Sie alle können Skulduggerys Rückkehr kaum erwarten – denn jeder Einzelne von ihnen hat noch eine Rechnung mit ihm offen …


Das Buch las sich wie alle Bände der Reihe flüssig und zügig. Manches Mal war ich jedoch etwas verwirrt von den ganzen Namen - aber das ist ein Problem von mir und meinem Namensgedächtnis - die Geschichte war spannend wie immer und Walküre und Skulduggery waren witzig wie immer. Diese Reihe kann ich wirklich jedem nur empfehlen - ich würde am Liebsten Band 5 direkt hintendran hängen. Das Ende ist mal wieder interessant auch wenn nicht ganz so gemein wie im Band vorher.
Etwas schade fand ich, dass die Eigenarten von Wallküres Spiegelbild nicht so zum Tragen kamen wie ich eigentlich vermutet hätte, aber dafür ging die Geschichte in eine andere spannende Richtung ...

Die Info das nur 9 Bände geplant sind (hab ich in der Wikipedia gelesen) macht mich allerdings etwas traurig muss ich gestehen.

Schon das Buch alleine hat mindestens eine extra dicke Empfehlung verdient, getoppt wird es nur noch von den wirklich genial gelesenen Hörbüchern dazu - Rainer Strecker liest das wirklich absolut großartig (eigentlichbin ich bei Hörbüchern immer etwas skeptisch) und ich htte am Liebsten immer das HC und das Hörbuch dazu.
Die Lesung von Rainer Strecker aus dem neuen Band zählt für mich definitiv zu den Highlights der Buchmesse 2010.

Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet

Dieses Buch von Alan Bradley las ich eher zufällig, es ist eher ein Jugendbuch und fällt so nicht unbedingt direkt in mein Beutschema - das ist ja bekanntermaßen eher blutig - ich habe es aber mal der Nachbarin geschenkt und mir gefiel das Cover so gut ;). Außerdem schwärmte die Nachbarin davon und will sich nun auch den 2. Band davon kaufen.

Der Klappentext sagt


Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht eine Leiche im Garten entdeckt – ausgerechnet im Gurkenbeet! Jeder hält ihren Vater für den Mörder, denn Colonel de Luce hat sich noch tags zuvor mit dem Verblichenen gestritten. Nur ein einziger Mensch glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels – seine neunmalkluge Tochter Flavia. Schließlich ist der Ermordete vergiftet worden, und – ganz im Gegensatz zu Flavia, die eine begnadete Giftmischerin ist – ihr Vater hat nie Interesse an der Chemie des Todes gezeigt. Also fragt Flavia in vermeintlich kindlicher Unschuld sämtlichen Zeugen Löcher in den Bauch. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist …

Gewitzt, ironisch und unwiderstehlich liebenswert – Flavia de Luce ist eine Ermittlerin, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat!


Das Buch ist tatsächlich sehr liebenswert geschrieben, Flavia ist als sehr klug und witzig beschrieben und ihre Art und Weise den Fall aufzuklären ist spannend und interessant. Blutig ist das Buch natürlich nicht, dennoch ist die Geschichte spannend und gefiel mir sehr gut. Auch ich werde wohl den zweiten Band lesen und denke das ist eine Reihe die ich definitiv weiterlesen werde obwohl ich wahrscheinlich nicht der Alterszielgruppe entspreche.

Da ist sie

Ja, da ist sie nun ... die Alternative zu Tauschticket die auf Grund dieser Umfrage entstand.

Es ist ein Es und es heißt Swappii und ist grün und gesund ;).

Natürlich ist der Bestand noch gering, aber das war ja damals bei Buchticket auch nicht anders.
Ich finde sie sehr übersichtlich gestaltet und der Tauschvorgang erfolgt so simpel wie von Tauschticket gewohnt.
Unterschied von Swappii zu Tauschticket ist aber das es nur 4 Swappiis gibt und nicht 5 Tickets.
Auch ein Forum gibt es dort das deutlich mehr bietet als das Tauschticketforum, ich persönlich finde es schon gestalterisch schöner als mBdB, sogar Suchaufträge (die ich bei mBdB wirklich vermisse) gibt es dort.

Also meldet euch an und füllt die Regale :D

Freitag, 29. Oktober 2010

Mindestumsteigezeiten für Rollstuhlfahrer

Der Mobilitätsservice der Bahn hat tatsächlich schon geantwortet auf meine Frage nach den Mindestumsteigezeiten.
Mainz ist ja lt. H. Leuschel fast gleichartig vom Aufbau wie S21 daher habe ich mal nach der Umsteigezeit dort gefragt und als Vergleich die beiden Kopfbahnhöfe Stuttgart und Frankfurt/Main.

Sehr geehrte Frau Theobald,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Folgende Mindestumstiegszeiten bestehen für Rollstuhlfahrer:

Frankfurt(Main)Hbf: bahnsteiggleich 6 Minuten / mit bahnsteigwechsel 15
Minuten
Mainz Hbf: bahnsteiggleich 6 Minuten / mit bahnsteigwechsel 20 Minuten
Stuttgart Hbf: bahnsteiggleich 7 Minuten / bahnsteigwechsel 15 Minuten /
vom Hbf tief zum Bahnsteig 25 Minuten


Dies bahnsteiggleichen Wechselzeiten werden mir immer ein echtes Rätsel bleiben, mir ist nie klar womit sich solch lange Umsteigezeiten rechtfertigen. (ich brauch ne halbe Minute um 1mal über den Bahnsteig zu fahren, warum die Bahn dann 5,5 plant um mich einzuladen verstehen wohl nur sie)

Aus einer früheren Anfrage hier noch die Zeiten für Saarbrücken, Heidelberg, Mannheim, Darmstadt:

Die Umstiegszeiten auf den Bahnhöfen sind wie folgt:

Darmstadt Hbf:
bahnsteiggleich für Rollstuhlfahrer 5 Minuten
bahnsteigwechsel für Rollstuhlfahrer 20 Minuten

Heidelberg Hbf:
keine geforderten Mindestumstiegszeiten

Mannheim Hbf:
bahnsteiggleich für Rollstuhlfahrer 4 Minuten
bahnsteigwechsel für Rollstuhlfahrer 10 Minuten

Saarbrücken Hbf:
bahnsteiggleich für Rollstuhlfahrer 6 Minuten
bahnsteigwechsel für Rollstuhlfahrer 10 Minuten


Kaiserslautern Hbf:
bahnsteiggleich für Rollstuhlfahrer 6 Minuten
bahnsteigwechsel für Rollstuhlfahrer 10 Minuten


Auffallend ist das die Bahnhöfe mit den ÜBERführungen (Mainz & Darmstadt) deutlich längere Umsteigezeiten haben.

Diese Umsteigezeiten (die ja Minimum sind) bedeuten für Rollstuhlfahrer dass sie sich nur Verbindungen suchen dürfen die diese Zeiten auch gewährleisten, sonst sagt die Bahn man könne den Rollstuhl dort nicht umsteigen lassen und die Sache ist für die Bahn erledigt.

Wenn die Bahn nun also für Fußgänger von einer Mindestumsteigezeit von nur 8(!) Minuten plant weil das so festgelegt wurde von irgendwem und für Rollstuhlfahrer werden 20(!) verlangt kann der Rollstuhlfahrer wohl froh sein wenn er überhaupt den übernächsten Zug erwischen kann. Somit ist die Wischiwaschi-antwort auf die konkrete Frage von H. Geißler dass es geht weil ja der Mobilitätsservice hilft schlicht falsch!!

Liebe Bahn,

... als interessierter Bürger verfolge ich die Schlichtungsgespräche zu Stuttgart 21.
Heute stellte Herr Geißler dann für mich DIE Fragen aller Fragen (ja, ich weiß - rein persönliche Motive ;) )

Heißt das Rollstuhlfahrer müssen gleich den übernächsten Zug nehmen weil sie den nächsten nicht erwischen?


Der Mann von der Bahn dessen Name ich nicht gehört hab (und nicht gesehen weil anderes Fenster im Vordergrund, es war aber glaub ich der Herr Leuschel) stockte deutlich und musste erst sichtbar seine Gedanken sortieren, Treffer versenkt Herr Geißler. Dann sagte er "Unsere .... moobiilitäätseingeschränkten Reisende .... ..... können natürlich umsteigen, es gibt an jedem Gleis Aufzüge ... und das klappt auch heute schon, wir haben da ... den Mobilitätsservice ... und wenn man sich da vorher anmeldet dann klappt das auch"

Äh ja ... Frage von Herrn Geißler nicht beantwortet ... laut dem Herrn von der Bahn ist die Mindestumsteigezeit für "Läufer" 8 Minuten wie er 2 Sätze vorher sagte ...

Die von der Bahn und ihrem Mobilitätsservice je nach Bahnhof festgelegten Mindestumsteigezeiten liegen bei einem Bahnsteigwechsel nach meiner Erfahrung zwischen 10 und 20(!) Minuten. Hat man also eine Verbindung die nur 9 Minuten Umsteigezeit erlaubt dann sagt die Bahn "nein, da können Sie nicht umsteigen" - das bedeutet man kann erst den danach folgenden Zug nehmen - das ist auch heute schon Realität auf Durchgangsbahnhöfen.

Die ach so gepriesene Anmeldung beim Mobilitätsservice muss mindestens(!) 24h VOR der geplanten Reise erfolgen (und die Reise darf auch nur an Bahnhöfe gehen an denen schon Rotkäppchen stationiert sind, andere Bahnhöfe sind für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar), meldet man sich nicht rechtzeitig an (für Fahrten am Montag muss das also bis spätestens Samstag 15 Uhr passeiren) dann nimmt die Bahn einen nicht mit weil man nicht angemeldet ist, auch wenn man deutlich vor der Zugabfahrt am Bahnhof ist.
Wenn man Glück hat und lange diskutiert dann kann man evtl. auch noch in den Zug, aber nur wenn der Servicepoint gerade gnädig ist.

Und das betrifft alle Züge in die man nicht selbstständig einsteigen kann, also den Regional- und Fernverkehr und auch eigentlich die meisten :/.

ich habe die Bahn nun mal gefragt wie die Mindestumsteigezeiten für Stuttgart Hbf, Frankfurt/Main Hbf und Mainz Hbf (lt Aussage des Bahners wäre der Aufbau des neuen Tiefbahnhofs ähnlich wie in Mainz) aussehen.

Nur mal so als Vergleich: In der Schweiz meldet sich der Rollstuhlfahrer 1 Stunde(!) (auf manchen Bahnhöfen auch 2 Stunden) vorher telefonisch an und darf dann fahren, die Deutsche Bahn braucht mindestens 24 Stunden.
Die Telefonnummer zur Anmeldung der Reise ist in der Schweiz kostenlos, in Deutschland zahlt man 14cent pro Minute.
Die Mobilitätszentrale der Schweiz hat von 6 Uhr - 22 Uhr geöffnet und ermöglicht an manchen Bahnhöfen/Linien Umstiege bis 24 Uhr.
Die deutsche Mobilitätsservicezentrale ist telefonisch von 8-20 Uhr erreichbar (Samstag 8-16 Uhr) und Hilfe am Bahnhof wird meiner Erfahrung nach so bis 20-21 Uhr gewährt unabhängig von den Linien.

Zu der Aussage des Bahnmenschen, dass das Umsteigen immer klappt, wenn man angemeldet ist kann ich nur sagen, dass ich bei 2 von 3 Fahrten nach Frankfurt Anfang Oktober nach Halt des Zuges jeweils 10-15 Minuten im Zug stand weil die Rotkäppchen mich entweder völlig vergaßen oder aber an den alten Zug (mit 3-4 steilen Stufen an allen Türen) ohne den Hublift kamen. Und ich war ordnungsgemäß angemeldet (für die Fahrt am Freitag morgen am Mittwoch Abend angemeldet) und hatte auch angemeldet dass ich einen Hublift benötige.
Soviel zum Thema "das klappt immer".
Jeden Anschlusszug hätte ich gnadenlos verpasst, denn das Ausladen dauerte ja nochmals mehre Minuten.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Liebe Grünen,

... eigentlich hattet ihr meine Stimme für die Landtagswahl 2011 in BaWü sicher, denn die SPD präsentiert sich in vielen Kleinigkeiten bzgl. S21 nicht so wie ich das haben wollen würde um sie zu wählen.
Ich bin eher ein Wechselwähler, bisher habe ich wohl bei jeder Wahl an der ich teilnehmen durfte anders gewählt - immer so wie es gerade am Besten schien und dabei fiel meine Wahl bisher nie auf CDU oder FDP, aber auch solch kleine Parteien wie die Piraten bekamen meine Stimme schon einmal.

Heute habt ihr im Landtag für Furore gesorgt in dem ihr euch zur Abstimmung über den Volksentscheid enthalten habt - IHR die Partei die den lautstark fordert.

Und ja ich habe eure Erklärung dazu gelesen und ich habe auch den Originalantrag der SPD dazu gelesen und ich verstehe eure Argumentation, ich kann sie aber dennoch nicht ganz teilen.
Aus parteipolitischer Sicht mag euer Handeln nachvollziehbar sein, die Grünen können nicht für etwas stimmen das laut dem Antrag richtig und notwendig ist und von ihnen nicht als solches angesehen wird
Aus dem Antrag d. SPD:

Gleichwohl muss festgestellt werden, dass die bisherige Legitimationsgrundlage
nicht ausreicht, um die zunehmende Zahl der Kritiker zu
überzeugen. Gerade weil das geplante Projekt richtig ist, muss sich die Politik
mit sachlicher und emotionaler Kritik auseinandersetzen. Die Kritik an dem
Projekt muss ernst genommen werden. Eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur
ist wichtig für unser Land. Deshalb sollen Stuttgart 21 und die Neubaustrecke
Wendlingen/Ulm verwirklicht werden – aber nicht gegen die Menschen,
sondern mit ihnen.
.....
Die verkehrstechnischen, städtebaulichen und ökologischen Argumente für
Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen/Ulm sind voll überzeugend.


Ich verstehe das, wirklich - ob es aber den einfachen Bürger genau so auch erreicht wage ich zu bezweifeln, die wenigsten werden sich den SPD-Antrag wohl durchlesen und in den Zeitungen und auch im Netz wird es nur heißen "Grüne gegen Volksentscheid" und das wird an euch kleben bleiben ...
Hättet ihr für den Antrag gestimmt wäre er ebenfalls abgelehnt worden da CDU/FDP über mehr Stimmen verfügen, mit dem genauen Text des Antrags hätten sich aber auch nicht mehr beschäftigt und das Volk würde nicht überall lesen müssen das ihr den Volksentscheid ablehnt..

Schwieriger Situation, für euch aber auch für den Wähler...

Dienstag, 26. Oktober 2010

Das erklärt einiges…

Hier schrieb ich kurz nach dem 30.09. über eine Talkrunde im SWR-Fernsehen an der ein Herr Hauck teilanhm den ich bis dahin nicht kannte und da ich zu spät einschaltete bekam ich auch nicht mit wer das eigentlich ist. (relativ weit unten in dem langen Beitrag)

Seit ich heute diesen Artikel gelesen habe weiß ich nun wer es ist ... und stelle fest er redet offenbar immer solch wirres Zeug wie in dieser Talkrunde, denn auch dort konnte ich seinen "Argumenten" irgendwann nicht mehr logisch folgen.
Damals dachte ich man hätte ihn schlecht vorbereitet, aber wer so wirre Dinge wir in Hirschberg sagt glaubt wahrscheinlich immer noch daran das Pflastersteine geworfen wurden.

Der Artikel ist wirklich lesenswert - ein paar Zitate, so als Appetizer (alle von H. Hauk - Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion - gesagt):
“Ob das jetzt zehn oder fünzehn Milliarden kostet, kann Baden-Württemberg wurscht sein.”


“Man kennt nur die Argumente der Gegner und das ist das Problem.”


“Wenn jemand sagt, woanders fehlten die Mittel, in den Schulen, bei der S-Bahn, dann ist das alles Kokolores. Es fehlt überhaupt nichts”

(Ganzer Artikel)

Man weiß gar nicht was man jetzt am Schlimmsten finden soll ...

Sonntag, 24. Oktober 2010

Erfahrungen Book2Book - Nachlese

Wie schon hier und hier erwähnt habe ich auf der Suche nach einer Tauschticketalternative auch Book2Book ausprobiert und anfangs sah das ja gar nicht so schlecht aus. Ich hatte dort 2 Coupons, 1 wg x eingestellten Artikeln und 1 weil ich tatsächlich ein Buch vertauschte.
Die wollte ich natürlich gleich wieder umsetzen und hatte bei der sehr begrenzten Auswahl ja nicht so viele Möglichkeiten. Also versuchte ich es mit einem Black Dagger Band in schlechtem Zustand und dachte vielleicht werd ich ihn ja irgendwo anders wenigstens noch los. Nach einigen Tagen wurde der Tausch abgelehnt.
Dann tauschte ich noch "Todeskünstler" als TB, brauch ich eigentlich nicht weil ich es als HC habe und als solche die Reihe auch sammle, aber vielleicht nimmt es ja wer bei einer andern Börse.
Der Tausch wurde sogar bestätigt und bis heute habe ich kein Buch erhalten (Tausch um den 25.9 herum) und es gab auch keine weitere Rückmeldung.

Für den verbliebenen coupon forderte ich "Nackt am Grill" an - sagte mir gar nix war aber immerhin aus 2010, auch diese Anforderung wurde abgelehnt.
In meiner Not und mangels Auswahl forderte ich dann "Mieses Karma" an, brauch ich nicht unbedingt und vertauschen lässt es sich auch eher nicht, aber immerhin was gekriegt für den Coupon.
Der Tausch wurde sogar bestätigt und das Buch erhielt ich auch so zügig wie man das von einer Büchersendung erwarten kann. Leider war es nur in einem Papierumschlag verpackt, der Zustand war aber okay.

Ich glaube nicht das "Der Todeskünstler" hier noch ankommt und so weit ich das sehe gibt es für diesen Fall bei Book2Book keine Möglichkeit seinen Coupon wiederzukriegen.
Wenn ich mich noch richtig erinnere kann man bei der Bewertung auch keinen kommentar schreiben sondern nur Sterne verteilen, so dass ich weder mitteilen kann dass von dem Tauschpartner nix ankam noch meinen Coupon wiederkriegen kann - ganz schlecht.

Schade, aber so ist Book2Book ganz abgesehen vom eher mauen Angebot, nicht zu empfehlen.

S21 – 1. Schlichtungstag, Teil 2

Der erste Vortrag war von Herrn Kefer von der Bahn und ich erwartete die übliche Pro S21 Propaganda, aber nein, Herr Kefer sagte das er neue Folien hätte und das er keinen Ausflug ins Historische machen wolle - er begann seinen Vortrag mit "Vor 175 Jahren ..." und erzählte etwas über die Anfänge der Bahn und die Ursprünge von Kopfbahnhöfen - okay das ist also nicht historisch ;)

Seine Stimme war angenehm und der Vortrag war zumindest nicht einschläfernd, als Student ist man ja froh über solche Vorträge *G*. Sonderlich viel behalten habe ich mir von dem Vortrag allerdings nicht wie ich merke. Dennoch war Herr Kefer ein angenehmer Redner und der Vortrag nicht so schlecht wie ich eigentlich erwartete.

Als nächstes war dann Herr Palme an der Reihe und ich muss sagen ich war enttäuscht von seinem Vortrag, er redete mir zu schnell, so dass ich den Eindruck hatte gar nicht alles erfassen zu können was ich vielleicht gerne würde. Man merkte ihm den Politiker auch deutlich an, es war irgendwie halt so ein typischer Politikervortrag wobei ich gar nicht genau sagen könnte woher dieses Empfinden denn kam. Herr Palme ging gleich auf ein paar von Kefer behauptete Dinge ein und schilderte seine Sicht dazu.

Zu den Fakten: Herr KEfer sagte der neue Bahnhof wäre um ein Drittel leistungsfähiger und es würden dann 2 Mio mehr Menschen auf die Schiene kommen - woher die denn so plötzlich kommen sollten wurde mir persönlich nicht klar. Laut Herrn Kefer wahrscheinlich nur wg den verkürzten Strecken, für mich nicht vorstellbar denn das Kritikargument das ich immer wieder höre sind eben nicht die Reisezeiten sondern vor allem die hohen Preise in Verbindung mit den Reiseziten, und an den Preisen wird ja auch der neue Bahnhof nichts ändern. Außerdem hob Kefer noch die deutlich geringere Zahl der Gleiskreuzungen hervor und die geringere Gleisbelegungszeit die es laut ihm wegen des Wesen eines Kopfbahnhofes nicht geben kann. Und auf Kopfbahnhöfen wären mehr Züge verspätet wenn ein anderer Verspätung hat - hm wg. Anschlusaufnahme müssen auch an Durchgangsbahnhöfen viele Züge warten... Außerdem wurde später erwähnt der Heidelberger Bahnhof sei einer der unpünktlichsten, wie ich aus eigener Erfahrung weiß ist das definitiv ein Durchgangsbahnhof ;) (Anmerkung am Rande: bei meinen 3 Fahrten zur Buchmesse fuhr der Zug dort immer verspätet los obwohl er pünktlich bereitstand, wahrscheinlich wg Anschlussaufnahme oder so)

Herr Kefer führte auch noch an das auch andere Projekte in BaWü rund 30 Jahre Planungszeit gehabt hätten und schließlich auch gut gewesen wären - damit wollte er wohl den indirekten Schlss ziehen das S21 dann auch gut sein muss - ich "liebe" solche Argumente.

Über Güterverkehr sprach er nict, obwohl er betonte das S21 ja gut für die Wirtschaft sei ... was er damit meine wenn nicht den Güterverkehr naja das weiß wohl nur er. (ich persönlich würde da die doch recht kurzzeitigen Arbeitsplätze nämlich nicht mit reinnehmen denn sie sind a) nur kurzzeitig und nach dem Umbau ja auch nicht mehr vorhanden und b) bietet die ein Umbau des kopfbahnhofs ja auch)

Gegen Ende sagte er noch se seien zu größerer Offenheit bereit - nun denn, ich bin gespannt.

Herr Palme stellt klar das die Gegner nicht generell gegen Bahnverkehr sind. Er erwähnt auch, dass Kefer nichts zum Güterverkehr gesagt hat weil der davon nicht profitiert. Er stellt auch klar, dass unter den von der Bahn angenommenen Prämissen nur das aktuelle S21 Projekt rauskommen konnte, man diese Prämissen jedoch auch hätte verändern können und damit ein anderes Projekt entstanden wäre.

Palmer erwähnt auch die von Frau Merkel oft genannten EU-Subventionen und stellt klar dass diese nur für die europ. Bahnstrecke fließen, nicht jedoch für den Bahnhofsbau. Palmer weist auch darauf hin, dass die Aussage Kopfbahnhöfe seien ein Relikt aus alten Zeiten nicht ganz stimmig ist, das sowohl München und Frankfurt als auch Zürich an ihren kopfbahnhöfen festhalten. Zürich sogar recht erfolgreich was seine Leistungsfähigkeit betrifft. Stuttgart gehört nach seiner Aussage zu den Pünktlichsten Bahnhöfen - im Gegensatz zu Heidelberg.

Palme äußert sich natürlich auch zu den hohen Kosten und den starken Kostensteigerungen. Das Argument von Herrn Kefer, dass der Verkehr des Flugzeugs wieder zurück zur Bahn soll und das Flugzeug der stärkste Konkurrent der Bahn ist will Palme so nicht stehen lassen, er sagts das viel mehr die Straße und der Güterverkehr eigentlich viel eher das Ziel der Bahn sein sollten.

Für mich DER Satz des Herrn Palmer: "Kopfbahnhöfe sind für die Kunden viel bequemer" - JAAA! Aber dazu später meher und erwähnt hatte ich das ja schon mal in einem früheren S21 Artikel.

Danach refertiert Gangolf Stocker, der sehr viel nuschelt und sehr stockend spricht, mit der Technik hat er auch so seine Probleme und wirkt da sehr unsicher und etwas überfordert. Ich habe ihm nicht so ganz aufmerksam zugehört muss ich gestehen, es war mir zu anstrengend irgendwie.
Stocker sagt allerdings gleich zu Beginn zu dem Bahnmenschen Kefer "Ich sehe Sie kennen den Stuttgarter Bahnhof nicht" und erklärt dass die Gleiskreuzungen nicht so prüblematisch seien wie von Kefer dargestellt, da der Bahnhof auf Grund seiner Lage die Einfahrt über 3 Ebenen ermöglicht. (was von Kefer nicht erwähnt wurde)

Geißler will dann von den Verantwortlichen Zahlen über die Wirtschaftlichkeit des geplanten Bahnhofs, da die Gegner diese ja bestritten, Frau Gönner erklärt dann dazu könne sie jetzt keine Angaben machen, sie hätte nicht gewusst dass das heute auf dem Plan stünde (mW war als Punkt die Leistungsfähigkeit des S21 Konzepts vorgesehen, warum man da keine Unterlagen über die Wirtschaftlichkeit bei sich hat ist mir etwas schleierhaft, denn auch die ist ja für die Leistungsfähigkeit relevant). Sie müsse die Unterlagen erst holen und könne sie also frühstens nach der Mittagspause haben, wenn überhaupt, denn eigentlich wäre das ja gar nicht vorgesehen und sie hätte das ja nicht wissen können.
Als sie merkt das Geißler darüber ziemlich irritiert scheint schiebt sie nach "Ich glaube der H. Kefer würde dazu gern was sagen", dieser sitzt die ganze Zeit stumm neben ihr.
Ich habe mich an der Stelle gefragt warum sie für Kefer spricht und ob der plötzlich seine Stimme verloren hat ... aber wahrscheinlich war es nur ein plumper Versuch aus der sehr misslichen Situation wieder rauszukommen und den Teil Kefer aufzudrücken.

Kefer sagt dann es würde zusätzliche Güterzugkapazität geschaffen, muss aber im Laufe der Diskussion zugeben, dass sich seine Aussage auf sog. "leichte Güterzüge" bezieht die nur eine gewisse Menge geladen haben dürfen, für alle anderen Güterzüge wäre die alte Strecke besser als die neue.

Es wird dann eine ganze Weile über Güterzüge und div. Strecken diskutiert, da stieg mein Hirn aus weil ich den Streckenverlauf auch überhaupt nicht kenne, schwere Güterzüge sollen wohl dann über eine bisher wenniger genutzte Strecke laufen deren Namen ich mir aber nicht merken konnte.

Geißler wird irgendwann die Diskussion zuviel und er versucht sie irgendwie zusammenzufassen - ich hab die Zusammenfassung allerdings irgendwie noch weniger durchblickt... es wird dann noch ne Weile diskutiert bis Geißler irgendwann sagt "Die Küche meldet das Essen ist warm"

Kefer sagte auch noch zu den Gegnern "Sie haben behauptet Frankfurt hätte einen Kopfbahnhof, das stimmt so nicht" - ich dachte "äääh wie jetzt, von der Buchmesse bis jetzt so schnell umgebaut?" Es gab auch murrende Töne im Raum und Kefer schiebt nach "Der Flughafen ist ein Durchgangsbahnhof"
Äääääh ... wie jetzt?! Weil der Flughafen ein Durchgangsbahnhof ist stimmt die Aussage das Frankfurt einen Kopfbahnhof hat nicht?! Hm ... gehört der Hauptbahnhof dann wohl nicht zu Frankfurt?!
Nach der Argumentation könnte man einfach am Flughafen Stuttgart einen ordentlichen Bahnhof bauen und den verbuddeln - dann hätte Stuttgart ja auch keinen Kopfbahnhof mehr ;)

Samstag, 23. Oktober 2010

s21 – Der 1. Schlichtungstag Teil 1

Tja ... ich hatte mir vorgenommen zumindest das 1. Schlichtungsgespräch anzusehen, auch um mir ein Bild von dem Schlichter Heiner Geißler zu machen, denn dem traute ich nur mäßig über den Weg auf Grund seines Parteibuches ;).

Ich werde das Gesamtthema wohl in mehreren Teilen bebloggen, weil da heute ziemlich viel verschiedenes auf  mich eingeprasselt ist. Und es war tatsächlich informativer als ich es im Vorfeld erwartete.

Ich bin, wie schon mal erwähnt, ja eher unpolitisch und kenne mich in der Landespolitik nicht besonders gut aus daher kannte ich all die beteiligten Personen überhaupt nicht und war Ihnen weder positiv noch negativ gegenüber eingestellt. Und wahrscheinlich krieg ich auch gar nicht mehr alle Namen zusammen vermute ich.

Die Schlichtung begann mit jeweils etwa 45minütigen Vorträgen der Pro und Contra S21 Gruppen, für die Pro-Seite sprach ein Herr Kefer der wenn ich das noch richtig weiß von der Bahn ist, für die Gegner sprach H. Palme, OB von Tübingen und passend zu seiner Krawattenfarbe ein Mitglied der Grünen.

Herr Geißler führte die Schlichtung eher locker und ermahnte die Parteien gleich sie sollen sich doch bitte so ausdrücken dass auch der Mensch von der Straße versteht über was gesprochen wird und man solle bedenken, dass man sich nicht in einer Expertenrunde befindet. Eine wie ich finde sehr gute Ermahnung, die im Laufe des Tages noch mehrmals geäußert wurde, Herr Geißler scheute (zum Unmut von Frau Gönner) auch nicht die Referenten zu unterbrechen wenn er den Eindruck hatte es würde etwas unklar/unverständlich formuliert - fand ich einen guten Ansatz, auch wenn ich persönlich nicht immer Verständnisprobleme hatte. Dennoch drückt es aber aus, dass sich der Schlichter auf die Menschen zubewegen will und versucht über das Verstehen können wieder Vertrauen aufzubauen. Das Frau Gönner da irgendwann intervenierte und meinte man müsse eben auch Fachtermini nutzen wenn man mit Fachleuten im Gespräch sei, zeigt für mich das sie wohl Geißlers Gedankengang dahinter nicht richtig verstand. Denn auch wenn Geißler vielleicht mal zu oft unterbrochen hat, weil es die Leute draußen auch so verstanden hätten, so zählt für mich der Gedanke dahinter einfach mehr.

Auch mit kritischen Nachfragen mussten beide Seiten rechnen und so manches Mal hatte ich den Eindruck das Herr Geißler leicht genervt war wenn sich wieder durchgewunden werden sollte.

Von mir ein großes Lob an Herrn Geißler - und das ist mir obwohl es so nicht geplant war diesen eigenständigen Artikel wert - ich wurde sehr positiv überrascht, rechnete ich doch mit CDU-Klüngel und erlebte aber kritische Nachfragen die auch weitergeführt wurden wenn sie den anwesenden CDUlern unangenehm wurden.

Auch die Versuche von Frau Gönner (Verkehrsministerin BaWü) immer wieder so ein bisschen das Heft aus der Hand zu nehmen unterband er, obwohl sie es wirklich oft versuchte.

Bisher ist das Internet - besonders die Gegner von S21 - voll des Lobes über Heiner Geißler, ich persönlich bin ja überzeugt davon dass er am Verhandlungstag über K21 genauso kritisch bei den S21-Gegnern nachhaken wird und dann werden die Pro-Leute jubeln und ihn feiern und die Gegner ihn verfluchen und als parteiisch ansehen. In meinen Augen muss er aber genauso handeln um seine Aufgabe als Schlichter ernst zu nehmen - ich hoffe ich habe mich nicht in ihm getäuscht und es passiert auch so, denn sonst würde er sich arg angreifbar machen und das fände ich ja sehr schade. (auch wenn mir persönlich das was von den Pro-S21 Leuten zu sehen eine gewisse Schadenfreude entlockte)

Ich hoffe also, das die K21 Befürworter besser vorbereitet sind als das was ich da heute gesehen habe. Sehr viel schlechter kann man sich mE gar nicht mehr präsentieren, als das was heute die Bahn/das Land und die anwesenden CDU-Leute boten.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Twitter und die Fernsehsender

Eigentlich hätte ich darüber nie gebloggt, aber ich habe eben einen Artikel gelesen von Quotenmeter.de der mich dazu veranlasste, einfach weil ich den Artikel so schlecht/einseitig fand.

Es twittern die verschiedenen TV-Sender, manche besser, manche auch eher schlechter - in dem Artikel wird fast ausschließlich der Account von Pro Sieben erwähnt und beworben, das entlockte mir ein herzhaftes Lachen.
Wenn ich einen vorbildhaften Twitteraccount aus den TV-Sendern suchen müssten denen ich folge dann wüsste ich schon mal sicher das es Pro Sieben nicht ist, auch den bepriesenen Umgang mit Kritik muss ich wohl mal suchen - aber vielleicht finde ich ihn ja wieder wenn Pro Sieben mich nicht mehr blockt.

Das tut Pro Sieben nämlich wenn man es wagt eine ihrer Sendungen zu kritisieren ... ich weiß gar nicht mehr was ich da so "böses" schrieb, denn es fiel mir ja erst irgendwann mal zufällig auf ... ich glaube aber ich habe nur einmal Kritik geübt, in der Anfangsphase von "Solitary", und dabei geäußert dass ich Sonya Krauss da für ne Fehlplatzierung halte (ich mag ihre Moderation allgemein nicht sonderlich gerne) und das mir die Nichtmoderation bei dem amerikanischen Original besser gefällt.
Und ich schrieb mal das ich es ziemlich doof finde, dass sie in den ersten Solitarytrailern (die während der Sendung liefen und bei der Vorschau auf die nächste Woche) so viel verrieten, anfangs konnte man nämlich im Trailer schon sehen wer in der nächsten Woche geht - das ist mE für eine Show bei der die Frage ist wer gehen muss eher suboptimal.
Sonst fällt mir nix ein was ich geschrieben hab, allerdings ist da mein Hirn auch wirklich eher auf Kurzzeit ausgelegt.

Nach den Erfahrungen mit Pro Sieben und ihrem Twitteraccount wundert mich der lobpreisende Artikel von Quotenmeter doch sehr und es stellt sich die Frage, ob sie vielleicht einfach nur gut bezahlt wurden oder ob man bei Medienmagazinen einfach freundlicher behandelt wird und Quotenmeter es einfach verpasst hat mal unter ihren eigenen Followern nach den Erfahrungen mit den Sendern zu fragen.

Schon bevor ich von Pro Sieben geblockt wurde hatte ich das zufällig in irgendeinem Blogbeitrag von jemandem gelesen, er wunderte sich ebenfalls über die Blockwut von Pro Sieben, ein Einzelfall scheine ich also nicht unbedingt zu sein.
So bleibt dann wohl
Ansonsten versucht man die Meinung der Follower (ProSieben folgt über 30.000 von ihnen) zu den Sendungen (meist positiv, aber auch Kritik scheut man nicht) wiederzugeben.

(Quelle)
mein persönlicher Witz des Tages. (ab da hab ich den Artikel dann auch nicht mehr weitergelesen)
In solchen Momenten weiß ich aber wieder warum ich persönlich irgendwann beschlossen habe DWDL informativer und sympathischer zu finden - sie wirken einfach seriöser und weniger "trashy". Quotenmeter nutze ich nur noch sporadisch wenn es mir um so simple Dinge wie Serienbesetzungen geht - schade eigentlich, ich hätte einen solchen Beitrag über Fernsehsender und Twitter nämlich ehrlich interessant gefunden, wenn er nicht besser die Überschrift "Werbung für pro Sieben und ihren Account" gehabt hätte.

Und damit mein Artikel seinen Namen auch verdient hier dann mal die Übersicht über die TV-Sender denen ich folge (mir noch fehlende/unbekannte sind gerne in den Kommentaren gesehen) und meinem Eindruck dazu:

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Man kann es gar nicht oft genug sagen

Via Twitter stolperte ich über einen Artikel bzgl. des "Tag des weißen Stockes" am 15.10. und dort waren laut Überschrift Tipps im Umgang mit Blinden angekündigt - und als allererster Tipp steht da:

Ganz wichtig: Hilfe immer erst mündlich anbieten und dann leisten

Und in mir schreit alles JAAAAA - und bitte bitte bei ALLEN Behinderten nicht nur bei Blinden! Alte Omas zerrt ihr auch nicht einfach so über die Straße nur weil sie vielleicht vor dem Zebrastreifen stehen blieben. Es gibt also auch GAR KEINEN Grund Rollstuhlfahrer einfach so und ohne jegliche Ansprache plötzlich zu schieben, ehrlich nicht!

Und ebenso wichtig, bitte akzeptiert auch dass/wenn man keine Hilfe benötigt. Falls ihr euch dabei unwohl fühlt dann bleibt von mir aus noch in der Nähe stehen aber lasst eure Finger bitte vom Rollstuhl - außer ihr seht da ist jmd in einer akuten Notsituation.

Ich möchte euch auch Beispiele geben vielleicht dient das der Nachvollziehbarkeit.
Ich schiebe gelegentlich meinen Rollstuhl selbst in den Bus, weil es schneller geht oder weil es mir besonders wichtig ist gerade diesen Bus zu erreichen (denn auf die Rampen ist nicht unbedingt Verlass).
Ich, mein Rollstuhl und der Türgriff sind ein stabiles System - ich stehe zwar krumm aber ich fale nicht um oder stolpere. Merkwürdigerweise sind die Menschen beim Einsteigen sehr viel eher bereit ein "Nein, danke" zu akzeptieren, dabei ist es für mich beim Aussteigen viel gefährlicher wenn sie das eben nicht tun.
Das Aussteigen läuft so ab:
Ich schiebe den Rolli zur Tür (wenn der Bus steht), kippe ihn nach hinten auf seine großen Räder und lasse ihn runterrollen, dabei stehe ich stabil weil ich mich ja am Rollstuhl festhalte und der mit den Rädern fest auf dem Untergrund ist, steht der Rollstuhl dann auf dem Boden halte ich mich am Griff und an der Tür fest und steige selbst aus.
Hilfe ist dabei, sofern der Bus keine wirkliche Stufe hat (bei mehreren könnte ich schon gar nicht alleiine Einsteigen), völlig unnötig. Wenn jetzt jemand weil er mir mein "nein danke, es geht" nicht glaubt an den Rollstuhl greift dann weiß er meist schon gar nicht wo er ihn anfassen soll und die wenigstens greifen dann wenigstens an beide Seiten.
Greift man nur an eine Seite ist mein Rollstuhl/ich/tür System aber nicht mehr stabil denn auf einer Seite steht das Rad nicht mehr auf dem Untergrund und damit hängt der Rollstuhl in der Luft und bringt mich damit ins Wackeln und erschwert mir erheblich den Rollstuhl zügig und problemlos aus dem Bus zu schieben, denn ich müsste ihn dann schon mehr rausheben und das kann ich nicht. Ich habe eh Probleme mit dem Gleichgewicht und wenn dann noch jemand an dem Teil rumwackelt durch das ich mir das Gleichgewicht gerade hole ist das für mich wirklich schwierig.
Getoppt wird das nur noch von Leuten die den Rollstuhl - am besten an einer Seite - anfassen und ihn gleichzeitig noch nach vorne ziehen, Leute damit zieht ihr mich nach vorne und bringt mich wenn ich nicht schnell genug loslasse und zum Türgriff greifen kann in Gefahr aus dem Bus zu fallen!! Und beide Hände loslassen darf ich ja gar nicht sonst fällt mein Rollstuhl unkontrolliert irgendwie aus dem Bus. Das tut weder euch noch meinem Rollstuhl gut.

Das ist verdammt nochmal gefährlich!! Für mich, für euch und auch für meinen Rollstuhl.
Und dann erwartet ihr noch dass ich mich bedanke obwohl ihr mir gerade mein Leben erschwert habt und mich dabei u.U. in Gefahr gebracht habt. Ja, ihr habt es sicher nur gut/nett gemeint, aber gut gemeint ist eben nicht immer gut gemacht.

Und bitte helft mir nicht ohne Absprache/Ansprache beim Bordsteinhochfahren oder beim in den Bus einsteigen über die Rampe - beide Male muss ich den Rollstuhl kippen um die Vorderräder hochzukriegen, das kann ich und ich weiß wie leicht mein Rollstuhl kippt und wie weit er das darf. Ich muss dazu eine bestimmte Menge Kraft aufwenden und mit dem Körper ausgleichen wenn er mehr oder weniger kippen soll. Wenn ihr da plötzlich hinten an die Griffe geht und mich noch mehr kippt kommt eure Kraft noch dazu und für mich entsteht der Eindruck nach hinten umzufallen - und das könnte auch passieren wenn ihr das nicht schnell genug versteht und/oder ich es nicht schnell genug durch ruckartiges nach vorne werfen ausgleichen kann.
Noch schwieriger wird das ganze wenn ich einen Rucksack/Einkäufe am Rollstuhl hab und das Gewicht eh schon nach hinten zieht, dann benötigt es oft nur minimalen Druck um den Rollstuhl umkippen zu lassen.
Ich weiß das, ihr könnt das aber gar nicht abschätzen und könnt mich dann ganz versehentlich umwerfen.

ich mag es auch nicht wenn ich da so meines Weges fahre und plötzlich und ohne ein Wort zu sagen schiebt einer von hinten - ich schiebe euch auch nicht wortlos durch die Gegend!

Ihr könnt helfen, wenn das nötig ist - aber bitte fragt vorher!! Dann kann ich euch sagen was ihr tun sollt und weiß Bescheid.

Wann ihr helfen SOLLT? Es wäre super nett wenn ihr helft wenn ihr seht das ich umgekippt auf der Straße liege, dann braucht ihr auch nicht fragen ob ihr sollt sondern könnt mich einfach wieder auf meine Räder stellen, denn ich kann es alleine nicht.
Und wenn ihr jetzt denkt das passiert nicht, doch, es ist mir schon passiert - die Einkäufe hintendran einen Moment unterschätzt und einen abgeflachten Bordstein runtergefahren und in dem Moment als die Hinterräder aufsetzten angetrieben und dann in Zeitlupe auf der stark befahrenen Straße umgekippt. Kommt selten vor, aber naja dumm gelaufen ... Läufern bricht ja auch mal ein Absatz ab...

Wann ihr auch helfen sollt: Wenn ihr seht ich stehe auf einem Gleisübergang und bewege mich nicht und die Bahn kommt - in manchen Städten sind die Straßen-/Gleisverhältnisse so schlecht das man ab und an mal stecken bleibt - aber bitte FRAGT bevor ihr was tut oder sagt zumindest einen Ton, denn es ist wahrscheinlich das ich gerade ebenfalls versuche meinen Rollstuhl zu kippen.

Fragen könnt ihr auch gerne, wenn ich einen Berg hochfahre oder mich mit einem Bordstein abmühe, ich sage euch dann schon ob ich das schaffe - manches Mal werde ich eure Hilfe aber auch annehmen ;)

Und bitte fühlt euch nicht gekränkt wenn ich eure Hilfe ablehne, das geht nicht gegen euch sondern hängt evtl damit zusammen das ich Dinge alleine besser kann (wie zB aus dem Bus ohne Stufe aussteigen) oder eben DASS ich sie eben kann. Selbstständigkeit ist ein hohes und wichtiges Gut und Dinge selbst zu tun ist etwas völlig normales.
Wärt ihr mit eurem Fahrrad unterwegs und ich käme zu euch, würde mir euer Fahrrad schnappen und sagen "Ich fahr/schieb es dir" wärt ihr auch eher genervt als dankbar, erst Recht wenn ich es wortlos an mich nehme.

Wenn ihr mich im Supermarkt vor einem Regal stehen und hochschauen seht dann kann es sein das ich versuche zu entziffern was da steht oder aber ich will vielleicht tatsächlich was von da oben, wenn ihr fragt ob ihr mir was geben sollt dann rechnet also auch mit einem "Nein, danke ich kuck nur" und murmelt dann nicht ein "ich wollt ja nur helfen" in euern Bart und seit irgendwie angegriffen weil ich eure Hilfe nicht brauchte.
(das könnt ihr natürlich auch auf andere Situationen beziehen)

Und wenn ihr mich, zB nachdem ich meinen Rollstuhl über Gleisen schob, in den Rollstuhl einsteigen seht dann bitte lasst auch eure Finger weg und greift nicht ungefragt an die Griffe mit der Intention mir den Rollstuhl festzuhalten. Ich halte mir den selbst fest (ja, ich kann auch einsteigen während die Bremsen offen sind) und wenn ihr da durch das Anfassen der Griffe die Position verändert dann kann ich sehr unsanft auf dem Boden landen. (ja, auch das passierte mir beinahe)

Sollte ich eure Hilfe einmal ablehnen und ihr seht dann aber, dass ich doch welche brauche z.B. bei einer Gleisüberquerung bei der ich doch in irgendeinem dummen Loch stecken blieb, dann wäre es nett wenn ihr nochmal kommt und mir helft und das vielleicht ohne dass ihr mir ewig erklärt dass ihr euch das ja gleich gedacht habt und ich ja jetzt sehen würde das ich eure Hilfe brauche.
Das dürfte aber selten vorkommen, denn eigentlich weiß ich um meine Fähigkeiten und Defizite.

Und bitte: Diskutiert nicht mit mir ob ich auch wirklich(!) keine Hilfe brauche, ich überlege mir meine Antworten normalerweise sehr gut und möchte nicht darüber diskutieren müssen

Und redet bitte einfach mit mir, ich spreche eure Sprache und antworte euch auch.
Und vergesst bitte nicht, ich bin nur ein normaler Mensch, das heißt auch ich hab mal einen schlechten Tag, noch keinen Kaffee getrunken, mich gerade über jemanden/etwas geärgert etc es kann also auch mal vorkommen das ich euch nur kurz und knapp oder auch mal etwas ruppig antworte, ihr müsst dann nicht denken das alle Rollstuhlfahrerinnen unfreundliche Nüsse sind sondern einfach dass ich gerade eben (entgegen meiner sonstigen Natur) unfreundlich war aus irgendeinem ganz normalen Grund.

Besonders leicht ruppig werde ich übrigens wenn Rollstuhlplätze blockiert sind und die Bahn/der Bus gleich losfährt und das für mich bedeuten würde eine Runde durch den Bus/die Bahn zu rutschen. Dann halte ich mich auch mal nicht mit sehr vielen Floskeln auf sondern es zählt nur zu einem sicheren Stellplatz zu kommen, weil es sonst für mich gefährlich sein könnte.

Ich schätze es zum Beispiel nicht wenn ich unmittelbar vor der Frontscheibe des Busses stehe und Menschen nur zu faul sind mir in dem (leider) schmalen Gang Platz zu machen damit ich zu dem Stellplatz komme. Busfahrer haben manches Mal abenteuerliche Fahrstile und für eine weitere Fahrt ist das mir schlicht zu gefährlich dort, ich will am Ende noch aussteigen können ohne mir meine Zähne bei einem Bremsmanöver an der Metallstange im Durchgang ausgeschlagen zu haben (die ist da nämlich in der Nähe meines Kopfes).
Wenn ich darum bitte dass man mich durchlässt meine ich das also auch so und dann braucht ihr nicht sagen "Wollen Sie da wirklich durch? Sie können doch auch hier stehen bleiben" - ich könnte das theoretisch, einfach weiel meine Räder dort Platz haben, aber eigentlich ist das viel zu gefählich, für mich und für euch denn wenn ich bei Brems-/Gasgebaktionen umkippe dann treffe ich auch euch.

Ja, dann kann ich unfreundlich werden, schon wei mein Kopf eigentlich mit den wichtigen Dingen beschäftigt ist wie z.B. nicht umkippen, nicht rutschen und mein Ziel ist einen sicheren Platz zu erreichen in sehr begrenzter Zeit - das Fahren in einem fahrenden Bus ist nämlich ein bisschen anstrengender als im stehenden.
Da könnt ihr euch dann hinterher auch über den unfreundlichen Rollstuhlfahrer auslassen, ich wäre freundlich geblieben wenn ihr mir nicht hättet erklären wollen was ich bestimmt kann und mir dadurch die Situation erheblich erschwert hättet.

ich bin eigentlich immer höflich, das gehört sich so - aber ich muss es nicht immer sein, das ist etwas normales und auch mein Tag kann mal beschissen sein - ob ich es dann bleibe hängt aber auch von euch ab.
Ich bedanke mich im Normalfall auch immer (auch wenn mir jemand die Kaufhaustür aufhält) gehe aber immer mehr dazu über das bei Hilfe die mir nichts half zu unterlassen.

Man darf mir auch gerne Fragen stellen und man muss auch seine Kinder nicht von mir wegzerren nur weil sie neugierig sind, allerdings kommt es auch durchaus vor das ich mal in Eile bin und keine Zeit habe weil die Uni ruft oder so.

Dienstag, 12. Oktober 2010

2. Tag der Buchmesse, Donnerstag

Der Mobserv war gebucht, der Tagesplan sah folgendermaßen aus:
10:30 Uhr Ferdinand v. Schirach, ARD-Bühne
11:15 Uhr Sind wir nicht alle ein bisschen Ego v. Precht, Halle 4.1 B139
12 Uhr Flattr und die Buchbranche, Halle 4.0 D1352
13 Uhr Web 2.0 in der Buchbranche
(bei beiden Vorträgen war ich mir gar nicht sicher ob ich da als "Normalo" reindurfte)
13-14 Uhr Sebastian Fitzek am Droemer Knaur Stand
13:30 Uhr Zoran Drvenkar "Du", Halle 4.1 Q561
14 Uhr Lesung Studentenleben, Lesezelt
14:15 Uhr Twittagessen "Aubergine"
16 Uhr Lesung Oliver Rohrbeck, Halle 3.0 F365

Ein wunderbarer Tagesplan mit vielen Terminen de ich gerne sehen wollte.
Allerdings war mir beim Aufstehen morgens um 6 schon so übel, dass ich den Messetag kurzerhand strich und mich beim Mobserv via Mail abmeldete.
Als es mir später besser ging wäre ja das rechtzeitige Vormelden eher schwierig gewesen und so fiel der Messetag für mich ins Wasser :(
Ich nutzte ihn dann um meinen Muskelkater mit meinem Heizkissen zu pflegen so dass er freitags wieder weg war.

Fotos 1. Tag der Buchmesse, Mittwoch

So, weil der andere Beitrag ja so elend lang ist und ich ja immer noch nicht weiß wie man da so ne "weiterlesen" Verlinkung hinbaut pack ich die paar Bilder einfach in einen extra Artikel.

Mein erstes Foto ist von dem Blauen Sofa und Roger Willemsen, da der ja schon sprach hatte ich natürlich keine Platzauswahl mehr und so stand ich anfangs noch recht gut in der 2. Reihe (zwar sehr schräges Blickfeld) und die Fotografen standen noch nicht direkt vor mir, später änderte sich das leider und ich sah nur noch Hinterteile oder mit Verrenkungen zwischen Beinen durch :/
Da war noch gute Sicht auf Roger Willemsen
Wer mich schon immer sehen wollte ;) Die Pfeile markieren wo ihr mich findet *G*

Wie gesagt, die Sicht war nicht ganz so berauschend...

Als nächstes war ich an der ARD Fernsehbühne, dort war die Sicht dann so:

Dank den schrägen Tischbeinen, der Stufe und den dicht gestellten Hockern hat man als Rollstuhlfahrer von der Seite 0 Chance mal gut zu sehen...
Die Bühne kann man aber da vorne erahnen:


Und das war dann die mein Stellplatz als Till Brönner auf der Bühne war :(

hübsch der Till hm? ;)

Mit ein bisschen mehr verrenken konnte ich dann immerhin Till tatsächlich mal sehen:


Lange hielt ich die Verrenkungen dann aber nicht durch, es tat weh - also weiter Kamera und Rücken angekuckt (und gegen Ende setzte sich dann auch noch eine Frau auf einen bisher freien Hocker und ich konnte eh nix mehr sehen).

Danach gabs den Beinahezusammenstoß mit Glööckler, den hab ich dann auch noch geknipst



Und dann begegnete ich dem wahrgewordenen Traum - das Regal von Droemer Knaur, allerdings zeigt das Bild nur 1 Teil davon (eigentlich besteht es aus 2 solch halbrunden Riesenteilen) und geht auch nach rechts noch etwas weiter.


Hier nochmal ein Bild mit beiden Regalen, beide sind innen und außen mit verschiedenen Büchern bestückt


Das Bild der beiden Regale ist vom Rowohlt Stand aus gemacht und dort sah ich auch noch Sascha Lobo
(Bild ist mit dem Handy gemacht, fand ich irgendwie passender fürs Web 2.0 *fg*)


Und der letzte Termin war dann wieder Till Brönner, diesmal bei der FAZ, da saß ich dann in der 1. Reihe nd wollte Herrn Brönner nicht so direkt das Gesicht vollblitzen.

Montag, 11. Oktober 2010

Buchmesse 2010 - Mittwoch, 1. Tag

(Bilder kommen noch)
Dieses Jahr sollte sie anstehen, endlich, meine erste Buchmesse ... seit Jahren schon stieß ich jedes Mal wenn ich wieder erst in den Nachrichten daran erinnert wurde einen lauten Schrei aus (sehr zum Leidwesen der dann Anwesenden) "aaaaaaaah Büüüüücher, ich will da hiiiin".
Letztes Jahr war es fest eingeplant - und ich lag mit 40° Fieber in meinem Bett und schaffte es noch nicht einmal richtig dem Livestream des Blauen Sofas zu folgen.

Dieses Jahr stellte sich pünktlich zur Buchmesse ebenfalls wieder erhöhte Temperatur ein, die "ich bin total platt und will nur schlafen" Phase konnte ich aber vor der Messe überwinden und so konnte ich am Mittwoch, nach einer Nacht mit wenig Schlaf (3 Stunden - ich war wohl doch zu aufgeregt) und fiebersenkenden Medis bewaffnet (man weiß ja nie ob man es braucht) in den Zug.
8:21 Uhr war Abfahrt, das hieß um 6 Uhr aufstehen denn ich musste ja erst noch um 7:28 in den Bus, um rechtzeitig 10 min vor Abfahrt auf dem Gleis zu sein, und es bedeutete, dass ich so gegen 10 Uhr auf der Messe ankommen sollte.

Natürlich bin ich erst mal sehr zielsicher mit dem falschen Aufzug zur S-bahn gefahren ;) Also, wieder hoch und wieder runter und dann ab zur Messe.
Dort dann den Leuten auf der Rolltreppe nachgeschaut und ab zum Aufzug :)
Und dann stand ich, nach leichter Quälerei mit der Eingangstür - automatisch öffnende fallen wohl unter Luxus - im Gebäude und sah als erstes den Taschendurchsuchungstisch, also brav dort hin. Da ich keine Messer oder Waffen dabei hatte durfte ich dann weiter ;) (liebe Kontrolleure, WENN ich sowas reinschmuggeln wollte dann sicher nicht in meinem Rucksack ehrlich gesagt).
Oben an der Wand war dann rechts ein kleines, grünes Rollstuhlsymbol also bin ich da mal hingefahren und stand vor einem verschlossenen Glastürchen. Der Mann in der Kassenkabine nebenan wirkte leicht überfordert als ich sagte "ich bin mal dem Symbol gefolgt und hoffe das ich hier richtig bin" er suchte dann mit den Augen das Symbol und seinem Blick nach schien er es nicht zu sehen ;), dann schaute er ratlos auf grüne und rote Knöpfe vor sich und probierte dann mutig den grünen aus - tadaaa das Törchen öffnete sich und ich war drin :)

Dann folgte ich einfach der Masse, blind sollte man das nicht tun ;) Ich erkannte die Rolltreppe immerhin noch rechtzeitig und konnte in Richtung Aufzug abbiegen *G*
Der Aufzug war der einzige auf dem Gelände der total alt aussah und komische Knackgeräusche von sich gab.
Wirklich doof war aber das es dort keinerlei Beschriftung gab, nur Knöpfe mit "0", "1" und "2" und ich wusste gar nicht in welchem Stock ich eigentlich gerade bin. Also drückte ich auf "0" und landete draußen und vor irgendeiner Halle in die ich einfach mal rein bin ... es war eine Halle mit ausländischen Verlagen und es waren wohl nordische Verlage oder so.
Dort bin ich relativ zügig wieder raus ;) und dachte etwas ernüchtert "das ist also diese Messe auf die du seit Jahren hinfieberst ... nunja ... sieht leer aus und du verstehst kein Wort".
Dann ging es außen an der Halle vorbei, eine leichte Steigung hoch und ich sah etwas neidisch den nicht barrierefreien Messebussen hinterher ...
Dann bin ich sehr spontan in Halle 4.1 abgebogen und dort hatte der Termin mit dem argentinischen Autor Ariel Magnus und seinem Buch "Der Chinese auf dem Fahrrad" noch nicht begonnen und ich war zu hibbelig um dort zu stehen und zu warten ;) also weiter durch die Halle in der Büüücher waren und POSTKARTEN - verdammt, auf Lesezeichen war ich vorbereitet und hatte versucht den Lesezeichensammler in mir zu zügeln, aber niemand hatte mich vor Postkarten gewarnt .... ächz ... und dann waren es auch noch Karten mit der Maus aus "Die Sendung mit der Maus" und noch vom Maulwurf und Petzi und andern tollen Kinderfiguren, so wie auch wirklich welche mit witzigen Motiven/Sprüchen ... 10 Stk - 7,50€.
Ich war tapfer und bin unter Bezwingung des Kartenkaufteufelchens weiter - aber es war ja nicht der einzige Kartenstand ...

Eigentlich sah mein Mittwochsplan so aus:
10:30 Chinese auf dem Fahrrad, Magnus, Halle 4.1 Q561
11:30 Blaue Sofa, Willemsen, Übergang 5/6
12:30 Till Brönner, ARD Fernsehbühne, Ebene 0 Forum
13 Uhr isländische Krimis, Halle 5.0
13:15 Analphabet liest, Halle 4.0
15:30 Grauzone Hirntod, Halle 3.1 E170
16 Uhr Till Brönner, Gespräch FAZ, Halle 3.1 D154
16 Uhr Sascha Lobo, Halle 3.1 D101 (da geht etwas länger als Brönner)
17 Uhr Leonie Swann, Autor am Stand, Goldmann, Halle 3.0 E109
und via Twitter dann schon auf der Messe aufgeschnappt
13:15 Leonie Swann, Garou, Halle 3.0 E111

Wie man sieht überschneidet sich einiges, das wollte ich mir so flexibel wie möglich halten denn ich habe ja kein Smartphone und kann deshalb mit meinem normalen Handy nur beschränkt ins Internet und der Messekatalog in gedruckter Form kostete 23€ - zu teuer nach meinem Empfinden.
Also musste alles sehr genau im Voraus geplant sein, denn sonst wäre ich rettungslos verloren gewesen.

Nachdem ich den 1. Termin also schon mal strich machte ich mich auf dem Weg zum "Blauen Sofa" des ZDF, das muss man ja eh mal gesehen haben ;) Außerdem wollte ich wissen wo es ist - die Gänge sind lang und mehr als antreiben kann ich meine Räder ja nicht.
Ich hab es auch gefunden, und stellte fest das Roger Willemsen da schon längst saß obwohl es noch vor 11 war - man hatte den Termin vorgezogen weil die Vorgängerin nicht kam - hmpf!
Das was ich noch hören konnte fand ich aber sehr interessant und unterhaltsam.
Sehen konnte ich nicht sehr viel - wenn nur unter merkwürdigen Verrenkungen (und das auch nicht all zu lange) - denn ich stand seitlich zum Sofa und die Presse erwies sich leider als ziemlich rücksichtslos und platzierte sich genau vor meinem Rollstuhl (nachdem er sich vorbeiquetschte und noch mit der Kamera am Griff hängen blieb).
Auffällig war auch, dass ich den Eindruck hatte der ZDF Kameramann filmte ab dem Zeitpunkt an dem ich da stand eigentlich nicht mehr in die Richtung, erst wieder als ich durch die Kameraleute total verdeckt war, alle anderen Richtungen wurden weiterhin gefilmt ;)
Hey ZDF - SO hässlich ist mein Rollstuhl nun auch nicht ;)
Roger Willemsen sprach über seine Reisen die er auch in seinem Buch "Die Enden der Welt" beschreibt und er war wirklich sehr sympathisch und locker. Jetzt versteh ich warum @buchkolumne und @krimimimi33 ihn so toll finden :)

Laut Ansage sollte Roger Willemsen dann noch über Argentinien reden, die ja das diesjährige Gastland waren, und ich machte mich dann auf die Suche nach dem Forum um Till Brönner auf der ARD-Fernsehbühne zu lauschen. Ich finde ja die Stimme von Till Brönner total toll und hör ihn einfach gerne reden, daher war das ein "auf jeden Fall Pflichttermin" :)
Ich folgte also den Schildern zum Forum und landete dann in irgendeinem Gang wo mir durch viele Schilder mitgeteilt wurde ich solle doch bitte die Rolltreppe nach unten nutzen um zum Forum zu kommen. Einen Aufzug sah ich nicht während ich langsam durch den Gang fuhr und auch ein Hinweisschild schien man für überflüssig zu halten, vielleicht waren die Schilder durch die Rolltreppenhinweisschilder schon aufgebraucht? ;)
Ich fuhr da 2mal hoch und runter und fand nix (der Gang hatte eine leichte Steigung), also sprach ich eine Zettelverteilerin an, die konnte mir aber außer "Tut mir leid weiß ich auch nicht und seh ich jetzt auch keinen Hinweis" auch nix sagen.
Also ab zum Infotisch, Antwort "hmmm ... (er kuckt den Gang hoch) da vorne irgendwo ... wenn Sie da links fahren dann ist da einer ... glaub ich"

Soso ... er glaubt .. na fein ... also wieder bis ans Ende des Ganges gefahren (die Steigung hoch), nach links abgebogen und vor Klos gestanden - immerhin konnte ich von oben auf die Fernsehbühne schauen aber leider nix hören. Aber siehe da - zwischen Glasfront und Wand der Klos ist ein schmaler Gang, langefahren und in einem Restaurant gestanden um dann hinter einer Tür einen relativ großen Vorraum zu sehen und dort einen Aufzug zu finden. Naja, Aufzug im Restaurant ist ja auch mal was neues ...
Im Aufzug dann das nächste Problem, wieder keinerlei aussagekräftige Beschriftung nur solche Dinge wie "0, OF, 1, via" 0 war der richtige Knopf, 0F führt eine halbe Ebene zu hoch und dann steht man vor Stufen.
Fährt man aus dem Aufzug raus steht man vor 3 Türen, alle weiß, eine vorne, links und rechts, einzige Beschriftung der einen "Brandschutztür", aber da ich Gemurmel hörte hab ich die linke probiert und traf beim Öffnen (etwas schwergängig) fast den dahinterstehenden Securitytypen.

Die ARD-Fernsehbühne war dann leider nicht sonderlich barrierefrei gestaltet - sehr schade, eigentlich hätte ich das irgendwie erwartet.
Vor der Bühne war eine weiße, glatte Fläche die über eine Stufe zu erreichen war, auf der Fläche standen Sitzhocker für alle und Kameras, daher war es schwierig da einfach schwungvoll an der einen Stelle wo es ging hochzukommen, ich hatte Angst ich werf dann versehentlich die Kamera um oder so. Einfach dort davor stehen bleiben ging auch nicht weil man dann so seitlich stand dass man das Publikum sah aber keinen Gast.
Also bin ich hinter das Publikum gefahren, auch keine Lösung denn direkt vor der Stufe standen einige hohe Holztische mit so Barhockersitzdingern und zwischen den Tischen war kein Platz sich durchzuquetschen um auf die weiße Fläche zu kommen und sich durch die Hocker zu pflügen.
Also stand ich hinter allen (die im Sitzen immer noch meist größer sind als ich) und vor allem direkt hinter einer Kamera (denn die standen an den Stellen wo keine Tische waren) und dem Kameramann.
Mit einer auf Dauer schmerzhaften Verrenkung nach links konnte ich dann immerhin so lange bis sich eine Frau hinsetzte sogar Till Brönners Kopf sehen.
Liebe ARD, da könntet ihr echt etwas verbessern, so taugt das nix...

Das Gespräch mit Till Brönner über sein Buch "Talking Jazz" war ganz nett, er sprach über seine musikalischen Vorbilder, kurz über X-Factor, über Brüche im Leben und über den Jazz.

Dann wieder in den Aufzug und beschlossen die Fernsehbühne nur noch wenn da was wirklich wichtiges ist aufzusuchen, es ist mir zu nervig nur Hintern und Köpfe zu sehen.
Im Aufzug dann wieder das heitere Ratespiel "welchen knopf muss ich drücken" - 1 ist es nicht, via war der richtige ...

Dann wieder in Halle 4.1 beim Eichbornverlag vorbei, denn das rote Sofa wolte ich mir ja auch ankucken ;) Und dort entdeckte ich dann wunderschöne Postkarten zum mitnehmen, Highlight ganz klar die Postkarten zum Buch von Shrigley - die waren witzig und toll. Von allen Karten wanderte also eine in meinen Rucksack - ich bin ja nicht gierig - im Nachhinein ärgere ich mich das es nur 1 war, denn ich hab sie noch am selben Tag verschenkt und nun selbst keine Shrigleykarte mehr weil sie dann aus waren. Mittlerweile begegneten mir immer mehr Menschen die tolle Taschen rumtrugen, z.B. Plastiktaschen von Langenscheidt oder eine weiße mit dem Aufdruck "Eine Tasche voller Spannung", mangels Netz musste ich mich aber darauf verlassen dass ich den Stand schon finden werde ;).

Dann gings weiter in Halle 3.0 - zum Piper Verlag, dort dann gesehen das Klüpfel & Kobr an den Stand kommen an den nächsten Tagen und mal spontan riesig gefreut :) und mich gewundert denn eigentlich ist freitags die Premiere von "Rauhnacht" am Landestheater in Memmingen, die würde aber mit dem Aufenthalt auf der Messe am Donnerstag, Freitag und Samstag kollidieren ;).
In der Halle hab ich mich dann auch rettungslos verfahren und war dann von der schier nicht enden wollenden Suche nach dem richtigen Ausgang so genervt dass ich am liebsten sofort nach Hause wäre...
(der Ausgang zum Aufzug mit dem man die Ebene wechseln kann ist nur auf 1 Seite)
Ich war mittlerweile völlig reizüberflutet von den vielen Verlagen, Menschen, Gängen und total müde.

Das nächste Ziel musste dann also (nachdem ich irgendwann den Ausgang fand) der TAZ-Stand sein, denn via Twitter wurde mir der Kaffee als sehr gut und gratis ans Herz gelegt. Die Beschreibung Halle 3 oben, vorne, mitte half mir leider nicht so ganz weiter ;)
Aber ich habs dann gefunden irgendwann und dann auch gleich die FAZ-Bühne entdeckt auf der ja Till Brönner nochmals sprechen sollte.
Auch der Stand von Droemer Knaur war in der Halle, sowie auch der von Rowohlt - an letzterem entdeckte ich dann ziemlich problemlos Sascha Lobo (normalerweise hab ich echte Probleme Menschen zu erkennen) und bei Droemer Knaur war ich überwältigt von den beiden riesigen Regalen - das war echt Wahnsinn und schien wie ein wahrgewordener Traum :) Die Regale waren innnen und außen mit unterschiedlichen Büchern verschiedener Genre befüllt.
Iny Lorentz hab ich dort auch am Stand gesehen, war aber vom Regal so überwältigt das ich sie nicht fotografiert hab *G*.
Der Kaffee bei der TAZ war wirklich sehr lecker und ich habe dann dort noch von den Schokobrownies probiert, alter Schwede waren die lecker! ich habe sofort und ohne zu überlegen eine Tüte gekauft, sooooooo lecker!!

Dann ging es zu Till Brönner und der FAZ Bühne, im Gegensatz zur ARD konnte man dort hochfahren und ich stand in der ersten Reihe, nur 2m oder so von Till Brönner entfernt - he's so charming - das Gespräch zwischen Brönner und Ulrich Olshausen war deutlich informativer und tiefgehender als das vorher bei der ARD, man spürte bei beiden ganz deutlich das sie die Liebe zur Musik/zum Jazz verbindet und das auch H. Olshausen Ahnung zu haben scheint von dem was er fragt, es machte wirklich den Eindruck als hätte er das Buch gelesen und sich mit ihm beschäftigt.
Müsste ich wählen würde ich immer wieder das Gespräch bei der FAZ wählen.

Dann wollte ich schnell zu Lobo und fuhr zum Rowohlt-Stand weil ich dachte die Lesung aus "Strohfeuer" wäre dort, möööp Fehler gemacht: gedacht statt auf dem Zettel nachgelesen, sie war in einem andern Gang/an einem andern Stand und so bekam ich davon nix mit.

Beim durch die Gänge streifen bekam ich auch noch ein Stück vom Gespräch über "Grauzone Hirntod" mit, aber das war an einem Stand eines kirchl. Verlages und das merkte man - also bin ich dort wieder weg.

Die Lesung von Leonie Swann mittags wollte ich gerne hören, denn "Glennkill" fesselte mich nicht wirklich und ich hoffte da vielleicht jetzt einen andern Zugang zu bekommen beim neuen Buch. Leider hatte ich mir den Namen des Verlages nicht notiert und ich fuhr zwar den ganzen Gang E ab, konnte aber nirgendwo jmd lesend entdecken.

Ebenfalls auf Twitter (ich ging immer mal wieder kurz online, denn Twitter geht ja selbst auf einem nicht so großen Handy *G* aber ich habe keine inetflat fürs Handy deshalb immer nur kurz) las ich das Glööckler bei Bastei Lübbe sein Buch vorstellt, bis zum dem Zeitpunkt wusste ich gar nicht das er eins hat und ich bin dort hin um zu sehen ob er mir real auch so unsympathisch/nervig erscheint wie im TV.
Allerdings war dort eine Menschenmenge und ich sah wieder nur Hinterteile und Beine und deshalb blieb ich nicht stehen.
Als ich da aber später in der Halle den Ausgang suchte fuhr ich fast in ihn rein, da war sein Termin am Stand schon ewig rum und ich fuhr da todmüde und desorientiert den Gang lang und habe nur weil ich die Stimme noch zuordnen konnte und sie mich irritierte genau geschaut und noch rechtzeitig gebremst - ich bin dann wieder ein Stück zurück, denn meine Motivation ausgerechnet in ein RTL Interview zu rollen hielt sich in engen Grenzen ;)

Den Abendtermin mit Leonie Swann musste ich streichen, denn da musste ich schon zum Zug, denn um 18:06 sollte es wieder gen Heimat gehen und ich sollte ja 10 min vorher am Gleis stehen in FFM Hbf.
Rückweg zur S-Bahn dann von Halle 3.1 in 7min geschafft ... ächz ...

Den Bus um viertel vor 8 hab ich dann auch noch gerade so gekriegt und war dann gegen viertel nach 8 sehr erschöpft aber mit einer Langenscheidt-Tasche (gabs immer zur vollen Stunde ein begrenztes Kontingent und eine nette Frau schenkte mir ihre, während sich sonst auch dort wieder zeigte das Buchmenschen nicht zwingend rücksichtsvoll sind, sondern wenn es um diese Taschen geht eher gierige Piranhas sind) wieder zuhause nachdem ich also 7 Stunden eigentlich nonstop auf der Messe rumfuhr. Das war auch deutlich merkbar an meiner Muskulatur im Schulter-/Nacken-/Armbereich und an meinen Daumen bildeten sich leichte Schwielen an der Daumeninnenseite (am mittleren Gelenk).

Fazit des Tages
: Bei ARD und ZDF sitzt man nicht in der 1. Reihe, bei der FAZ schon! Und: TAZ hat tollen Kaffee für den ich sogar gezahlt hätte. (die Spendendose hab ich erst am andern Tag entdeckt)

Schade war, dass man eine Ausgabe der "ZEIT" nur bekam wenn man ein Probeabo abschloss das man selbst kündigen muss, sonst geht es in ein normales Abo über. Andere Zeitungen waren da kundenfreundlicher (und weniger datengierig, denn die Zeit brauchte dann ja Adresse und Kontodaten) und man konnte sich entweder Exemplare einfach so mitnehmen wie u.a. bei der Süddeutschen, der FAZ, der Welt und auch der TAZ. Die TAZ hat darüber hinaus auch nur Probeabos die von selbst auslaufen.
Hättet ihr das auch liebe Zeit dann hättet ihr euch vielleicht nicht wundern müssen das kaum jemand eure Zeitung haben will - als ich dort vorbei fuhr sprachen sie gerade darüber, dass sie ja noch kaum was losgekriegt haben.