Sonntag, 3. Oktober 2010

Um den Schlaf gebracht

Ich schrieb im vorherigen Beitrag ja schon das mich Videos von dem was am 30.09. im Stuttgarter Schloßpark passierte um den Schlaf brachten...
Ich habe seit dem ganz bewusst keiine Nachrichten gesehen und habe zwar am Donnerstag das ganze via fluegel.tv und anderen Streams live gesehen aber ich war ja auch beschäftigt mit dem Schreiben der Hausarbeit und hatte das oft nur im Hintergrund laufen.
Und dann war ich am Donnerstag auch viel zu entsetzt um da tatsächlich genaueres zu sehen. Und jetzt tauchen so nach und nach immer mehr Videos von Privatpersonen im Netz auf und ich muss sagen sie trieben mir heute Nacht die Tränen in die Augen - ob vor Wut, Trauer oder Fassungslosigkeit weiß ich gar nicht ...
Angesehen habe ich mir folgende Videos (die ich hier fand) :





und das auch im vorherigen Beitrag schon erwähnte





Auf dem 2. ist die Gewalt noch deutlicher zu sehen und mE sieht man auch das sie "einfach so" kam ...

Keine Frage, die polizisten haben da sicherlich nur ihren Job erledigt - aber ... mussten sie das SO tun? Auch wenn es ihr Job war sollte man doch meinen das auch Polizisten auch im Job immer noch Menschen sind die mal über die Verhältnismäßigkeit dessen was sie da tun nachdenken können und sollen.

Und wenn ich dann noch so etwas lesen muss dann bleibt mir tatsächlich die Sprache weg:

Da in den letzten Wochen solche Informationen jedoch immer wieder an die Demonstranten gerieten, entwickelte Polizeipräsident Stumpf einen "Plan B", in dem Hundertschaften aus anderen Bundesländern für 10 Uhr eingeteilt wurden. Und weil am Tag zuvor im Internet bereits Warnungen vor dem Einsatz um 15 Uhr kursierten, setzte der Polizeichef Plan B in Kraft - ohne zu berücksichtigen, dass gegen 10 Uhr sich eine angemeldete Schülerdemonstration in die Nähe des Schlossgartens bewegte.

Quelle
Übertroffen, und das ist dann der Punkt wo ich noch nicht mal mehr den Kopf schütteln kann, wird das nur noch vom letzten Satz des Artikels
Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, verteidigt dennoch den Einsatz der Beamten: "Polizeiliche Einsatzmittel müssen Waffen sein, die weh tun, nur dann wirken sie."


Das auch im Nachhinein nicht mal eine Entschuldigung kommt das man sich da verplant hatte sondern das nur gesagt wird "was hatten sie da zu suchen" oder gar "die kinder wurden instrumentalisiert" das lässt mich doch sehr nachdenklich zurück, denn die Schüler hatten eine angemeldete Demo mit Aufenthalt ab 12 im Park (die Aufbauten durften ab 11 gemacht werden) und man schickt ihnen durch Fehlplanungen eine solche Übermacht an Polizisten hin die gar nicht für die Schüler gedacht waren und dann findet man es hinterher völlig normal und sagt die Schüler waren am falschen Ort?! Sorry, da komm ich nicht mehr mit...

Zu Herrn Grube der sagt "Ein Widerstandsrecht gegen einen Bahnhofsbau gibt es nicht.“ sage ich einfach gar nix mehr ...

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