Montag, 31. Januar 2011

Waterboarding für den MP3-player


Zum wohl allerersten Mal habe ich nicht meine Hosentaschen komplett kontrolliert und nur in eine der 2 Hosen gefasst - und dann klackerte etwas in der Waschmaschine ...
Mein geliebter Sansa e260 erlebte maschinelles Waterboarding das ihn wohl vernichtet hat.
Aufschrauben kann ich ihn mangels Werkzeug nicht und ich glaube nicht dass eine reelle Chance besteht ihn geschlossen zu trocknen.

Damit war es dass für mich dann mit MP3 hören, denn ich habe zwar noch einen 2. aber dessen Bedienung kriege ich selbst nach mehrmaligem lesen der Anleitung nicht wirklich hin.

Natürlich gibt es jetzt nur noch neuere Modelle die entweder für mich untauglich (weil zu klein was Display etc betrifft) oder aber völlig überdimensioniert und viel zu teuer (wie der Sansa view mit 16GB und "günstigen" 130 euro).

Sehr ärgerlich und wirklich schade... rip treuer und perfekter Player!

Samstag, 29. Januar 2011

[HB] Totengrund - Tess Gerritsen

Ich habe beschlossen vor alle Hörbüchermeinungen nun als tag [HB] zu setzen damit gleich klar ist um was es geht.
Das ist sie also - meine erste richtige Meinung über ein Hörbuch.
Als erstes habe ich mir bei Audible "Totengrund" von Tess Gerritsen ausgesucht, obwohl ich schon irgendwie die Qual der Wahl hatte.



Gelesen wird es von Mechthild Großmann und Namen sagen mir bei Hörbüchern ja noch ziemlich wenig, bisher kann ich nur mit 3 Männernamen etwas anfangen: Rainer Strecker (liest "Skulduggery" großartig, Simon Jäger (liest Fitzek Bücher) und Rufus Beck (liest Harry Potter genial und "Lemony Snicket" toll). Bei Frauen verbinde ich, wenn überhaupt, die Stimme mit den Büchern und weiß keine Namen.

"Totengrund" sollte es also sein, denn Gerritsen mag ich und lese mit Begeisterung jedes der Rizzoli/Isles Bücher und da ich das in absehbarer Zeit wohl nicht in Buchform in den Händen halten würde war es den Versuch als Hörbuch ja wert..

Wie ich halt so bin hab ich natürlich klugerweise erst NACH dem Download entdeckt, dass es davon auch eine ungekürzte Version gibt - naja egal, ich wollte es trotzdem probieren.
Mein Hörbuch dauerte also in der gekürzten Version 7 Stunden  und 37 Minuten, das dürfte sich zeitlich gesehen nicht zuuu sehr von der Zeitspanne unterscheiden die ich mit dem gedruckten Buch hätte verbringen können - ganz im Gegensatz zu der ungekürzten Variante die 12 Stunden 24 Minuten dauert - so lange hätte ich selbst bei langsamstem Lesen für das Buch niemals gebraucht. (ich wäre wohl auch schon schneller als die gekürzte Variante gewesen)
Damit sind wir auch bei dem Grund warum für mich die Sprecher von HBs immens wichtig sind, normalerweise dauert ein HB deutlich länger als wenn ich ein Buch selbst lesen würde und da muss der Sprecher schon sehr fesselnd lesen dass ich diese extra Zeit opfern möchte.

Inhalt des Buches:
In einem Dorf in den tief verschneiten Bergen Wyomings ist etwas Schreckliches passiert. Die Fenster der Häuser sind offen, das Essen steht noch auf den Tischen, doch keine Menschenseele ist zu sehen. An diesem verlassenen Ort haben Maura Isles und ihre Freunde während eines Schneesturms Zuflucht gesucht. Und sind seitdem spurlos verschwunden. Nur ein einziger Fußabdruck zeigt, sie waren nicht allein in diesem einsamen Tal... Als Jane Rizzoli Tage später erfährt, dass ihre Freundin nicht von einer Pathologenkonferenz in Wyoming zurückgekommen ist und ein Autowrack mit vier Toten gefunden wurde - darunter eine verbrannte Frauenleiche in Mauras Alter - , stellt sie sich nur noch eine Frage: Lebt Maura noch?

Ein neuer Versuch - Meinungen zu Hörbüchern

Hier wird es bald etwas Neues geben, ich werde zumindest mal versuchen auch meine Meinung zu Hörbüchern zu posten. Ob mir das gelingt bzw. ob das überhaupt jmd. interessiert das werden wir dann sehen.
Ich sehe es für mich als Chance endlich mal regelmäßiger Hörbücher zu hören und so nach und nach meine Lieblingsstimmen zu entdecken. Bisher höre ich Hörbücher recht sporadisch und bin relativ empfindlich was schlechte Lesungen angeht, das verleidet mir das Hörbuch quasi fast sofort und ich ziehe dann das Buch vor.
Ich habe allerdings noch nie meine Meinung zu einem Hörbuch in Worte gefasst, daher ist es wirklich erst einmal ein Versuch.
Möglich wird das Ganze durch das Blogger-Hörbuch-rezensions-Programm von Audible.
Audible ist eine Seite bei der es Hörbücher zum Kauf und anschließendem Download gibt, praktisch hm?
Leider gibt es die Hörbücher nur im audibleeigenen Format und das kann nicht von allen mp3-Playern abgespielt werden, das ist ziemlich schade denn es betrifft mich z.b. gleich doppelt. Ich habe 2 MP3-Player (einer wurde mir geschenkt) und beide können es nicht - und nein, es sind nicht unbedingt no-name Geräte, einer ist von SanDisk, der Zweite von Odys.
Einen dritten Player kann und will ich mir nicht kaufen nur um Audible hören zu können und ich finde es sehr schade, dass mit mit dem DRM-Argument an solch einschränkenden Formaten festhält. (fand ich auch bei iTunes doof und falsch, betrifft also nicht nur Audible)
Das es anders geht zeigt z.B. Claudio, dort gibt es Hörbücher im mp3 Format, allerdings ist da, zumindest gefühlt, die Auwahl geringer als bei Audible.
Deshalb wird es von mir wohl nicht so oft Meinungen zu HBs geben, denn ich kann sie nicht mal eben so auf der Zugfahrt hören sondern muss dazu an meinem Rechner sitzen.

Da mein Geldbeutel allerdings schon bei der Masse an Büchern streikt die ich gerne kaufen würde bin ich kein großer zusätzlich noch Hörbücher kaufender Mensch. Ich würde mir also normalerweise wohl eher 1mal im Jahr ein HB irgendwo online kaufen - neben dem limitierenden Faktor Geld kommt ja auch noch hinzu, dass ich bei HBs eben sehr mäkelig bin und bevor ich Geld umsonst ausgebe eher verziichten würde.

Vielleicht bringt mich dieses Audible-Programm ja tatsächlich den Hörbüchern so weit näher, dass ich richtig auf den Geschmack komme, wer weiß.
Bei den Hörbuchbeiträgen wird immer eine Verlinkung zu Audible zu finden sein und obwohl sie mir im Gegenzug für meine Meinung das HB zur Verfügung stellen wird meine Meinung immer noch meine sein, also unter Umständen auch mal negativ.

Nach diesen einleitenden Worten also auf ins Abenteuer, dass für mich schon damit beginnt wieder zu finden wo man bei Blogger die Kategorie hinbastelt *g* ;)

Bahnhofsmission - Michael Krug

Ein Regionalkrimi aus Stuttgart mit 273 Seiten aus dem Gmeiner Verlag. Passend zur aktuellen Lage geht es um "das Bahnhofsprojekt 21" und aus diesem Grund habe ich ihn auch gelesen.
Inhalt: Ein faszinierender Krimi um Macht und Intrigen vor dem Hintergrund des Milliardenprojekts STUTTGART 21.In Stuttgart erregt das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 die Gemüter. Als der Vorstandsvorsitzende der größten Bank des Landes in einem Kellerraum des Stuttgarter Hauptbahnhofs erschlagen aufgefunden wird, gerät der Bahn-Manager Norbert Hagemann unter dringenden Mordverdacht. Der karrierebesessene Finanzjongleur war nicht nur zur Tatzeit am Tatort. Bald wird auch bekannt, dass er ein Verhältnis mit der Frau des toten Bankers hat. Doch diese Lösung scheint dem erfahrenen Kriminalbeamten Herbert Bolz viel zu einfach ...
Mein Herz hatte der Krimi schon erobert als der erste schwäbische Satz vom Kommissar fiel, ich liebe doch das Schwäbische.
In der Buchmitte hatte ich den Eindruck als plätscherte das Buch etwas vor sich hin und es wurde recht politisch und ich kann ja mit politischen Krimis eher wenig anfangen (kann auch die Baumeister-Eifel-Krimis nur sehr wohldosiert lesen) - unglücklicherweise kam dieser Teil dann mit einem Leseunlustanfall zusammen und das Buch lag (mit 4 anderen) gut 2 Wochen unangerührt in der Ecke. Das war ziemlich doof weil ich bis dahin die vielen handelnden Personen nicht mehr so gut einordnen konnte und einiges an Seiten brauchte um wieder halbwegs reinzukommen.
Als mir das aber endlich wieder gelungen war fand ich das Ende nicht schlecht, ich würde dennoch nur eine 2.-/3+ vergeben was aber wohl auch stark damit zusammenhängt dass ich mir mit politischen Krimis generell immer etwas schwerer tue.
Dennoch war das Buch keine verschenkte Lesezeit, nein es hat mir zwischendurch wirklich Spaß bereitet schon wegen den Anspielungen auf S21 und die Politiker, ich musste beim Lesen mehrere Male lachen und schmunzeln.
Von mir aus hätte im Buch noch mehr Dialekt vorkommen können, mich hätte es gefreut.
Sympathischer Kommissar, sympathischer Journalist - da würde ich denke ich auch mal mehr davon lesen.

Während ich diese Meinung schreibe läuft parallel die Großdemo in Stuttgart gegen S21 und deshalb darf der Beitrag thematisch passend so enden:

Oben bleiben!

Sonntag, 23. Januar 2011

Ich und die Serien ...

Ich bin seit einigen Jahren ein echter Serienfreak geworden, sowohl bei Büchern (da schon länger) als auch bei TV-Serien.
Angefangen hat das wohl mit Großstadtrevier, damit verbinde ich irgendwie Kindheit und mag es auch immer noch - weiter ging es dann mit Monk, allerdings erst nachdem schon einige Folgen davon ausgestrahlt waren (mehr als Staffel 1 & 2). Das Monk-Theme ist auch mein allgemeiner Handyklingelton ;). Durch Monk kam dann auch House dazu, irgendwann in der Staffel in der er so viel Vicodin nimmt und den FBI-Typ an der Backe hat.
Vor etwa 1,5 Jahren habe ich dann 24 entdeckt - yeah, Jack Bauer rulez!
Mit Edel & Starck hatte ich auch viel Spaß, hab die aber erst durch die DVDs komplett gesehen.
Und dann begegnete mir irgendwann nachts Boston Legal, toll! Leider zielsicher die letzte Folge gesehen :( Naja, mittlerweile kenn ich alle Folgen und habe mich oft köstlich amüsiert.

Es scheint irgendwie typisch für mich zu sein Serien entweder erst zu entdecken wenn sie zu Ende sind/gerade auslaufen oder aber sie haben so schlechte Quoten, dass man von Staffel zu Staffel bangen muss ...
Beispielhaft wären da u.a. 24 - entdeckte ich erst als Staffel 8 bald im Pay-TV anstand, Dexter - finde ich absolut großartig allerdings fehlt mir das Pay-TV und RTL2 strahlt es nur mit sehr langen Pausen zwischen den Staffeln und zu einer doofen Sendezeit aus. Ob die nächste Staffel noch kommt ist angesichts der schwachen Quoten woohl nicht so unbedingt zu erwarten.
Aktuell läuft Lie to me auf Vox, mE eine tolle, interessante Serie mit Darsstellern die mir gut gefallen, die Quoten zu Staffel 3 gefallen in Amerika wohl nicht ganz so und es ist unsicher ob sie fortgeführt wird.
Ebenso bei der neuen Knight Rider Serie - natürlich war sie eben nicht "ein Mann und sein Auto" sondern anders, aber mir gefiel es nachdem ich mich erst mal mit ein bisschen Wehmut von dem guten alten wuhuuuwuhhuuu KITT verabschiedet hatte. Leider gab es nur 1 Staffel.
Das selbe bei Mrs. President, bei Sat1 wurden die Wiederholungen irgendwie nicht komplett ausgestrahlt und in den USA die Serie nach 1 Staffel eingestellt, dabei fand ich sie wirklich beeindruckend.
Ähnlich gut fand ich auch "The Good Wife", tolle Schauspieler und ich mag Anwaltsserien :D, die Quoten auch hier nicht überragend.
Recht neu habe ich für mich Leverage entdeckt, die Quoten hier sind allerdings offenbar auch nicht so gut, dabei erinnert mich die Serie so herrlich an die Oceans-Reihe.
Navy CIS L.A. finde ich immerhin noch nett - die Quoten sind auch hier eher mäßig.
Ich habe auch "Der letzte Zeuge" oder "Der Bulle von Tölz" wirklich gerne gesehen, leider wurden beide Serien ja zwangsweise eingestellt nachdem Hauptdarsteller starben.

Ich bin definitiv zu wenig Mainstream was Serien angeht, irgendwie doof :(
Aber auch irgendwie praktisch *G*. Ich habe nämlich bei DWDL die Liste der TV-Flops des Jahres durchgesehen und dort mal gleich mehrere Serien entdeckt die interessant sein könnten :D. Unter anderem "The Castle", die Beschreibung auf Wikipedia klingt toll und nach 2 Folgen würde ich sagen die ist was für mich ;)

Manchmal ist es aber dennoch schade, dass mich nicht einfach solche Mainstreamserien ansprechen wie Desperate Housewifes, Friends, Gilmore Girls oder sowas ... naja immerhin House ist Mainstream :D

Book2Book - das war's

Auf der Suche nach Alternativen für das nun kostenpflichtige Tauschticket stolperte ich ja auch über Book2Book und habe dort Bücher eingestellt und auch welche angefordert. Ich musste 4 Anforderungen tätigen um 1 Buch zu erhalten, 2mal wurde die Anforderung abgelehnt und 1mal wurde sie zwar bestätigt erhalten habe ich jedoch nichts. Das ist dann nur für mich ein Verlust, denn man kann nirgendwo sagen "nicht angekommen" und erhält folglich seinen Coupon nicht zurück, sehr ärgerlich.
Schon alleine deshalb würde ich niemals höherwertige Bücher dort vertauschen, der Ärger wenn ich für das vertauschte Buch nur einen Couponverlust hätte wäre mir persönlich viel zu groß.
Noch dazu ist Book2Book äußerst gering frequentiert, so dass es sehr schwierig ist seine Coupons loszuwerden wenn man nicht den letzten und ältesten Konsalik dafür nehmen will - und das will ich nicht wenn ich Bücher vertausche die nach 2000 erschienen.
Zum Schmunzeln brachte mich kurz die Tatsache, dass wenn ich einen Tausch mit der Begründung "Buch nicht mehr vorhanden" (stellte es im Oktober ein und mittlerweile hat es im offenen Bücherregal bzw. bei jemandem einen neuen Platz gefunden) ablehne dann erscheint das Buch wieder anforderbar in meinem Regal - unklug.

Natürlich kann man sein Profil auch nicht selbst löschen, ich hoffe jetzt das meiner EMail entsprochen wird.
Ärgerlich auch, dass man bei einem fehlgeschlagenen Tausch diesen nicht als solchen bewerten kann, das Minimum der verteilbaren Sterne ist 1 und einen Kommentar kann man dazu auch nicht schreiben.

Das war definitiv ein echter Griff ins Klo, schade.

Samstag, 15. Januar 2011

Privileg - nur eine Sache der Betrachtungsweise?!

Ich habe eben auf der Formspringseite von @EinAugenschmaus folgende Frage gelesen:

Part #1 Hah, das hab ich gerne: privilegiert zu sein: dank Cochlear Implantat das Hören ab- und anzustellen zu können (sogar die Vögel singen hören kannst du), aber du beschwerst dich über teilweise fehlende Untertitel bei Fernsehsendungen.

Ich schwanke jetzt zwischen Irritation und Sarkasmus muss ich sagen ... irgendwie befremdet mich die Ansicht das jemand auf Grund fehlender Sinne/körperlichen Möglichkeiten privilegiert sein soll nur weil er einen Weg gefunden hat (finden musste) diese auf irgendeiine Art zu  kompensieren.
Bin ich privilegiert weil ich mit dem Rollstuhl immer einen eigenen Stuhl bei mir habe nur weil Läufer evtl. stehen müssen? Oder ist es ein Privileg in eine Kneipe nicht reinzukommen oder dort nicht zur Toilette zu können weil dort könnte es ja langweilig oder versifft sein?
Ich habe meine Behinderung nie als Last gesehen, sie ist einfach ein Teil von mir und ich bin eben u.a. auch deshalb eben so wie ich bin, aber ein Privileg? Nein, sicher nicht.
Es ist für mich ein Privileg heute zu leben und nicht z.B. in der Hitlerzeit denn da hätte man wohl nicht von leben sprechen können, aber etwas nicht zu können kann doch kein Privileg sein?!

Ich verstehe gar nicht recht wie man überhaupt auf den Gedankengang kommt und wahrscheinlich sollte ich einfach nicht drüber nachdenken ... merkwürdig finde ich es aber dennoch.

Oder müsste ich einfach nur meine Betrachtungsweise ändern? In Zukunft also in Alltagssituationen eher so denken:
Rampe vom Bus kaputt -> Privileg! Es könnte jmd drin sitzen der ganz schrecklich riecht
Lokal/Geschäft mit Stufen -> Geld gespart, okay Hunger nicht gestillt/keinen schönen Abend gehabt aber da war es sicher eh doof
Straßenbahn mit Stufen -> oh juhu, ich darf hier noch stehen und warten und dabei die Menschen beobachten und danach in eine neuere Bahn steigen falls sie auch fährt
vom Mobilitätsservice der Bahn vergessen -> toll, ich darf länger am Bahnhof stehen, frische Luft! Oder alternativ: Ich darf mich länger im Zug aufhalten als alle andern - kann es was schöneres geben?! ;)
Kampf mit der Krankenkasse wg Hilfsmitteln -> oh schön, ich kenne die Gesetzestexte jetzt richtig gut
mal wieder was auf den Boden geworfen weil die Spastik besonders plagt -> juhu ich tue etwas Normales und wer braucht schon Geschirr - und diese extra Bewegung, der Kalorienverbrauch...
Schmerzen -> ach, man freut sich dann ja viel mehr wenn sie weg sind
schlechte Augen -> ich seh die Gesichter der hässlichen Leute nicht

Und die Bereiche in denen ich dann wohl unterprivilegiert bin die lass ich einfach unter den Tisch fallen weil wenn ich nur die Betrachtungsweise ändere könnte alles ein Privileg sein :)

Donnerstag, 13. Januar 2011

Keine halben Sachen...

Okaay, ich gestehe dem Wettergott ja zu das er ein bisschen beleidigt sein könnte ob meines letzten Blogposts, deshalb nehm ich ihn auch jetzt zurück.
War das letzte Woche noch ein harmloses Wässerchen so hat man hier dieses WE ein echtes Hochwasser das sogar für die Stadt nicht üblich ist.
Überflutungen auf der Straße unter der Alten Brücke gibt es seit ich hier im Raum bin etwa jedes Jahr (außer in Wintern mit kaum Schnee), die sind also nichts ungewöhnliches und überraschen auch niemanden. Das ist eben so wenn man eine Straße am Fluss baut (das Saarland kennt das ja sehr gut mit der Stadtautobahn). Dumm wenn das eine DER Straßen für den Berufsverkehr ist und die Straße auf der andern Flußseite (die nicht ganz so tief liegt) wg einer Baustelle dicht ist.

Tja, das Hochwasser ist nicht mehr so ganz so präsent wie letzte Woche und es kam zurück - dank Dauerregen stieg der Neckar heute um mehr als 1m und ist momentan etwa knapp über dem Höchststand von letzter Woche, erwartet wird für morgen eigentlich noch etwa 1m mehr.
Laut den Regionalnachrichten war hier 2001 letzmalig ein vergleichbarer Pegelstand.
Die Regionalzeitung schreibt von einem Höchststand von 5,20m, die HVZ hat das in den letzten Stunden etwas nach unten korrigiert - mal sehen was es am Ende wird.

Obwohl meine Wohnung außerhalb der Stadt liegt (aber immer noch in Neckarnähe) und es für die Straße am Fluss erst ab etwa 5,80m kritisch wird (von dort geht es etwa 1-2min berghoch zu meiner Wohnung) bin ich momentan quasi eingesperrt.
Der Aufzug hat nämlich sein eigenes Hochwasser und ist wegen Wassereinbruch defekt - ein Reperaturtermin steht nicht dran, woher das Wasser kam ist mir unklar aber es ist wohl da...

Den Neckar könnt ihr hier begutachten, die Webcam ist an der Alten Brücke.

Ich drücke allen die Daumen die näher am Wasser wohnen, dass die Schäden nicht zu schlimm werden.

Und ich hoffe dass es nächste Woche nicht ein noch höheres Hochwasser gibt, dann wäre es nämlich so langsam in Höhen die den Rekordhochwassern in den 90ern Konkurrenz machen.

Samstag, 8. Januar 2011

Alles halb so wild ...

Whoahooo - PANIK - HOCHWASSER ... sagen die Medien ... die Saarbrücker Zeitung schrieb sogar von Hochwasser wie 93 - wow, das wäre viel, damals waren es iin Heidelberg 6,61m - damit wäre sogar mein Bäcker out of order, was besonders bitter wäre, denn die hat erst den Laden renoviert, vergrößert und neu eröffnet.
Die hiesige Regionalzeitung schreibt "Das Hochwasser rollt an" - die Straße die hier immer als allererstes überflutet ist (und das auch mal nach Wintern mit weniger Schneemengen, schließlich schreiben die Medien von einem besonders schlimmen superhyperwuhuuuschneewinter (ja, Schnee im Winter ... wow!)) sollte schon Freitag am frühen Abend überflutet sein - naja okay da kam nix, nicht mal Sandsäcke lagen ... aber dann Samstag morgen 6 Uhr ganz bestimmt ...
Die Männer der Stadt mussten dann auch heute Nacht um 2 Uhr Sandsäcke stapeln (ihr tut mir deshalb ein bisschen leid, ehrlich!) und nunja, die Sandsackmauer hält - der Neckar sieht noch nicht so aus als wäre die Straße in den nächsten Stunden betroffen.
Auch die Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) hat die Vorhersage nochmals nach unten korrigiert, die 4m Marke soll erst morgen ganz knapp erreicht werden und danach aber auch zügig wieder sinken.

Und ich denke: Wie jetzt?! Das war alles? Diese ganze tolle Panik und das völlig umsonst?? Tzis ... und das nach diesem ach so sensationellen Winter in dem es Schnee gab?! Hmmm ... nun denn ...

Nicht dass wir uns missverstehen, Hochwasser ist schlimm und ich finde es faszinierend und gruselig zugleich wenn plötzlich nur noch Baumspitzen irgendwo rauskucken und für Menschen die dort Häuser oder Betriebe haben ist es furchtbar (ich wünsche meinem kleinen Bäckerladen wirklich das er verschont bleibt, die Kosten und Folgen will ich mir gar nicht ausmalen), aber jetzt mal ernsthaft da war das Hochwasser das es hier Anfang Dezember gab aber deutlich höher und da gab es weniger Medienpanik und zwischendurch fiel nochmal Schnee ...
Aber da mussten die Medien ja gerade darüber berichten, dass es tatsächlich Schnee im Winter gibt, da war natürlich keine Zeit für eine kleine Hochwasserpanik.
Aber auch den Winter empfand ich als deutlich weniger schlimm als im vorherigen Jahr, im Gegensatz zu damals kam ich nämlich dieses Jahr ziemlich selbstständig zum Einkaufen, sicher mit etwas Vorausplanung, aber eben selbst. Im letzten Winter waren da definitiv längere Zeiträume am Stück zu überbrücken und die Dauer des "nicht vor die Tür könnens" war länger als diesen Winter.

Mich wundert, dass man dem Hochwasser jetzt so viel Aufmerksamkeit widmet, die Redaktionen müssen ja gerade in schweren Auswahlrunden feststecken, man kann doch gerade zwischen so vielen verschiedenen Panikthemen wählen. Dioxin, Hochwasser, Bombenanschläge oder doch vielleicht lieber die Schweinegrippe (und dann auch noch die FDP)?
Alles gerade aktuell, da kommt doch das Hochwasser eigentlich ein bisschen zu früh oder?

Die Schweinegrippe "hat 2 Todesopfer gefordert" hieß es in der Regionalzeitung - wuhuuuuuu - PANIK ... beim Lesen des Artikels stellt sich heraus das gar nicht klar ist ob die Beiden an der Schweinegrippe oder ihren Vorerkrankungen starben, das waren solche Lappalien wie Leukämie oder das Warten auf gleich 2 neue Organe ... aber klar, Schweinegrippe klingt ja gleich viel schlimmer ...

Also alles nur halb so wild ... deshalb werde ich jetzt erst mal ein leckeres Frühstücksei essen :). Schlimm genug, dass ich heute Morgen tatsächlich auf den Stempel meiner Eier gekuckt hab - aber da trieb mich wieder die Neugierde, und ich hätte die Eier auch mit Dioxinstempel gegessen - meine Eier sind aus NL, also alles ganz easy :).

Mal sehen ob an der Hochwasserfront im richtigen Frühling das dicke Ende noch nachkommt, wundern dürfte es aber niemanden der hier in der Gegend wohnt wenn es nach dem ach so schlimmen winterlichen Winter ein richtiges Hochwasser gibt, aber das dauert wohl noch - falls es überhaupt soweit kommt.

Dienstag, 4. Januar 2011

Titel gefunden - dank Twitter - Daemon von Suarez

Juhu, der Titel war ja trotz meiner wirren Beschreibung und er im Nachhinein etwas falschen Coverbeschreibung (kA was für ein Buch mein Hirn da gespeichert hatte) schnell gefunden :)
Ich wollte ihn wissen weil ich nachsehen wollte wann die Fortsetzung rauskommt bzw. ob es schon Meinungen dazu gibt.
Danke also an der Stelle an Ela und auch an Karin!

Und - und das sollte wohl auch nicht ganz unerwähnt bleiben - es war das Buch das mir als schlechtestes Buch des Jahres in Erinnerung blieb. Ich hab sicher noch ein paar mehr schlechte Bücher gelesen aber de hab ich meist abgebrochen und danach auch vergessen. Dieses hab ich, aus mir unklaren Gründen, zu Ende gelesen - nur um am Ende damit ziemlich unzufrieden zu sein..

Warum hab ich es überhaupt weiergelesen? Ehrlich gesagt, dass weiß ich gar nicht so genau, die Grundgeschichte war ja spannend und eigentlich auch was für mich, dennoch gefiel es mir nicht.
Spannend war es ohne Zweifel - zumindest dann wenn der Autor mal beschloss normale Wörter statt Fachasdrücke zu nutzen, denn dann konnte man der Geschichte auch wieder ganz gut folgen ... und dann kamen wieder Seiten die vor Fachchinesisch nur so strotzten ... und ein Glossar wäre z.b. ziemlich dick geworden und Fußnoten hätten auf manchen Seiten sicher annähernd die Hälfte der Seite belegt.

Ich bin was Computer angeht nicht sooo doof und kann mit vielen Begriffen etwas anfangen und bin auch gewillt mir Dinge anzulesen ... auch bei Daemon dachte ich da anfangs noch darüber nach und war bereit mich in die Thematik weiter einzulesen, bis ich irgendwann merkte das wird zu tief gehen wenn ich damit anfange...

zu der Unmenge an Fachausdrücken kam dann irgendwann auch noch der Punkt an dem die Handlung einfach nur noch abstrus war - dennoch habe ich weitergelesen weil ich wissen wollte ob der Daemon eliminiert wird, Spaß hatte ich dabei aber überhaupt keinen und ich war unendlich froh das Buch beendet zu haben und hatte nach dem Lesen den Eindruck ich hatte mich im wahrsten Sinne des Wortes durchge"arbeitet".

Das fand ich ehrlich schade denn Suarez kann spannend schreiben und die Idee dahinter war gut und sprach mich wirklich an, due Umsetzung war allerdings leider absolut ungenügend.
Sollte die Fortsetzung "normaler" geschrieben sein würde ich sie wahrscheinlich sogar lesen wollen, nochmals würde ich mich allerdings nicht durch soviel bullshitbingo-artiges Fachinesisch wühlen.

Ich suche einen Buchtitel

Vielleicht liest das ja jemand der ein besseres Hirn hat als ich - ich neige dazu Buchtitel zu vergessen ... erst Recht namen von Autoren...

Weihnachten 2009 hat mir ein Bekannter Bücher geschenkt, u.a. war eines dabei das ein glänzendes Cover hatte, Farbe war irgendwie komisch braun/orange/irgendwas und  man sah jeden Fingertatscher, die Schrift glänzte auch etwas und war glaube ich dunkelblau.
Es war ein Taschenbuch das damals auch aktuell war und die Amazonbewertungen waren nicht so schlecht wie mein Eindruck vom Buch. Ich konnte es damals sehr schnell vertauschen (nein, die Anforderungsmail hab ich nicht aufgehoben)

Es war ein computerthriller, an den Namen des Autors erinnere ich mich nicht mehr - es sollte aber eine Fortsetzung davon geben.
die Teile der Story an die ich mich noch erinnere waren etwa so ...
- Mann der IT-guru ist stirbt und hat etwas programmiert dass u.a. auf Zeitungsmeldungen reagiert
- relativ am Anfang gehen Polizisten in das Haus des Gurus und dort warten allerlei elektronisch gesteuerte Fallen .. z.B. irgendwas was irgendein Geräusch macht und die Leute damit irgendwie umbringt ... 1 kann recht weit ins Haus vordringen trotz irgendwelcher Brandfallen, Falltüren etc und wird schwer verletzt
- es gibt sich selbst steuernde - gefährliche - Autos
- eine Frau der NSA oder CIA oder so arbeitet mit einem Computerfuzzi zusammen (Zivilist), die verbarrikadieren sich dann mit einem Team in einem gut geschützten Betonbunker der dann aber durch einen Maulwurf zur Falle wird ... dann kommen wieder diese Autos ...
- einer der Polizisten wird verhaftet weil das Programm irgendwelche falschen fährten legt .. der Polizist wird dann hingerichtet weil alles gegen ihn spricht ...
- das Buch war durchzogen von Unmengen an Fachbegriffen die ich nicht wrklich verstand
- das Programm rekrutiert selbstständig irgendwie neue Menschen die dann Handlangerdienste erledigen
- am Ende wird irgendwer (ich weiß nicht mehr wer) gefangen genommen und muss sich einigen Tests unterziehen wobei das Programm jede Lüge erkennt und es gibt dann glaube ich so ein Hologramm von dem Guru

Kann damit irgendwer irgendwas anfangen? ich weiß es ist wirr ... aber ich fand das Buch auch irgendwie wirr ...

Montag, 3. Januar 2011

Ich bin verwundert ...

Hmmm ... eigentlich weiß ich gar nicht so genau warum ich das jetzt schreibe, aber ... ich wundere mich so ein bisschen ...

Nicht zum ersten Mal begenete mir heute über Twitter merkwürdiges .. nur ein Teil davon weil ich nicht den Leuten folge die da involviert sind .. und ich hatte mal wieder das Gefühl nix zu blicken, liebe Twitterer ich hasse sowas - ehrlich...
aber okay, es stellte sich heraus es ging um Bücher - yeeeah Bücher *leuchten in die augen krieg* okay es ging um irgendwelche Sandkastenspielereien ... zumindest wirkt es auf mich so ... aber ich bin ja auch kein Buchblogger ... oder bin ich einer weil ich meine Meinung über gelesenes ab und an schreibe wenn ich mal wieder nicht zu faul dazu bin?
egal, es ging um "gleichschaltung" "nur bloggen für bücher" ... so was halt ... schon wieder Dinge mit denen ich ix anfangen kann ... ich vesteh es noch nicht mal wirklich ... aber ich glaube da bin ich wohl einfach etwas naiv oder so.

Und ich versteh da ehrlich gesagt auch die nicht die sich irgendwie auf den fuß getreten fühlen ..  es heißt nur getroffene Hunde bellen und ich würde ja solche Dinge - wenn ich nicht namentlich genannt wurde - gar nicht auf mich beziehen ... aber ... ich sehe mch ja auch nicht als Buchblogger ...
Vielleicht wird man irgendwie unentspannter wenn man einer ist?! Wirkt manchmal so ... dabei lese ich ja um mich dabei zu entspannen ...

Aber okay, ich bin ja nur das kleine Lachgas das nur sehr sporadisch seinen Senf zu irgendwelchen Dingen abgibt die eher selten gelesen werden ;) aber das macht nix weil mein Ziel ja nicht "die Welt verbessern" sondern "Dampf ablassen" bzw. "Meinung äußern" ist.

Aber eines habe ich gelernt, es scheint üblich das Verlage Rezensionsexemplare verteilen ...  und ich dachte die ganze Zeit immer man müsse besonders toll/schreiberisch begabt sein um sowas zu kriegen ... naja wohl zu naiv ...

Vielleicht nutze ich das Internet ja auch irgendwie falsch ... ich habe nur wenige Blogs in meinem Feedreader (und davon ist auch keines ein Buchblog) aber wenn mir da einer nicht mehr gefällt dann werf ich den einfach raus ..  und Rezensionen zu Büchern die ich eh nicht lese würde ich auch nicht lesen ...  schließlich weiß ich das z.B. solche Chicklit (das Wort hab ich auch erst auf Twitter gelernt) nicht mein Ding ist, genauso wenig wie Werwölfe oder Mittelalterromane oder Politthriller.

naja, so wundere ich mich ein bisschen über was Menschen sich ärgern können unnd denke einfach nur "gut das ich kein Buchblogger bin" - ich werde weiterhin immer mal wieder was zu einem Buch schreiben, das ist dann nicht hochliterarisch und irgendwie pädagogisch wertvoll aber ich hab ja auch nicht Germanistik studiert, oder es eben auch mal lassen wenn  das Buch mich weder besonders beeindruckt noch eben so gar nicht beeindruckt hat. Da werden auch ma ältere Bücher drunter sein, denn die stehen in meinem Regal, genauso wie die dich ich  mir ertauscht oder gekauft hab oder die die mir von Bekannten geschenkt wurden.
Alles ganz herrlich entspannt - leist eh kaum wer, und die die es lesen haben entweder Freude daran oder denken "die mit ihren Büchern nervt" aber das ist ja mir Wurscht ... genauso wie über Bücher werde ich auch über andere Dinge schreiben wenn sie mich denn beschäftigen - denn so war das Ding hier immer gedacht.

Alles ganz entspannt - ich bin ja kein x-Blogger :) (das x könnt ihr durch Buch, Politik, Rollstuhl oder jedes beliebige andere Wort ersetzen das euch einfällt)

Mein Buch des Jahres 2010

Genau genommen besteht mein Buch des Jahres aus 2 Büchern, denn sie gehören zusammen und sind beide ziemlich gut, so dass ich mich gar nicht entscheiden kann welches ich jetzt besser finde.

Ich spreche von "Die Tribute von Panem". Die Trilogie besteht bisher aus 2 veröffentlichten Bänden die den Zusatz "Tödliche Spiele" bzw. "Gefährliche Liebe" tragen. Geschrieben wurden die Bücher von Suzanne Collins und erschienen sind sie im Oetinger-Verlag.

Auf Twitter hatte ich schon öfter davon gelesen, ich hielt die Bücher aber auf Grund des Covers für irgendwas sci-fi artiges oder etwas Mittelalterliches. Beides interessiert mich ja überhaupt nicht und auch der Text auf der Rückseite klang für mich nicht im Entferntesten informativ.
Auf der Buchmesse bin ich bestimmt 50mal am Oetinger-Stand vorbei und unter dem riesigen Panem-Banner durch. Dort stand sogar Band 3 im Regal...

Und dann bekam ich "Tödliche Spiele" eher zufällig in die Finger ... Kapitel 1 hab ich noch mehr überblättert ... ab Kapitel 2 las ich aber aufmerksam und seeehr zügig ... und ohne jede Chance das Buch zur Seite zu legen - ich musste es in einem Zug durchlesen, bis morgens um 4 oder so.
Und das obwohl ich müde war - aber ich konnte keinen Punkt finden an dem ich es zur Seite legen konnte.

Um was es in dem Buch geht? Es geht um das fiktive Land Panem, es ist unterteilt in Distrikte und jedes Distrikt produziert bestimmte Dinge (und sonst nichts), es ist alles obrigkeitsgelenkt und die Distrikte sind unterschiedlich reich- je nachdem was sie produzieren.
Einmal im Jahr gibt es eine große Pflichtveranstaltung - die Spiele (im Original heißen sie "Hunger Games" find ich sehr passend), dazu muss jeder der 12 Distrikte (der 13. existiert nicht mehr) 2 "Freiwillige" schicken die aus den Kindern/Jugendlichen ausgelost werden - je 1 Junge und 1 Mädchen. Das sind dann die Tribute von Panem. Die Spiele dauern so lange bis nur noch einer der Tribute lebt, die Örtlichkeit wird jedes Jahr verändert - mal eine Wüste, mal ein Urwald ... das entscheidet die Obrigkeit, auch die Widrigkeiten (z.B. Naturgewalten) werden von dort festgelegt und ändern sich jährlich.
Man muss teilnehmen und das Volk von Panem erhält jeden Tag eine Zusammenfassug der Ereignisse des Tages, ich würde es mit Tageszusammenfassungen von Big Brother vergleichen.

In dem Buch geht es dann um Katniss und Peta die beide für ihren Distrikt antreten, Katniss freiwillig weil ihre kleine Schwester aus dem Lostopf gezogen wurde. Der Leser erfährt wie durchorganisiert das TV-Spektakel der Eröffnungsshow ist und geht dann mit Katniss in die Arena in der die Spiele stattfinden ...

Mich hat das Buch unglaublich stark gefesselt, ich konnte es überhaupt nicht aus der Hand legen und habe mit Katniss gebangt, gelitten und auch mal geweint.
Neben all der Action in der Arena kommt aber auch immer wieder Gesellschaftskritik/Systemkritik durch die mich sehr zum Nachdenken brachte und so manches Mal zog mein Hirn von ganz alleine Parallelen zu aktuellen Ereignissen...

Logisch das sofort Band 2 "Gefährliche Liebe" folgen musste und auch diesen Band habe ich verschlungen ohne jede Pause, zum Inhalt will ich aber gar nicht viel sagen denn sonst ist gleich zu viel verraten.

Wer also etwas mit Elfen, Zauberern oder irgendwelchen Mittelalterfiguren erwartet der wird enttäuscht sein diese nicht zu finden, wer aber einfach nur ein spannendes, gut geschriebenes und stellenweise für mich erschreckend aktuelles Buch lesen will der ist hier genau richtig.
Ich würde mir allerdings auf jeden Fall Band 2 direkt in die Warteschleife legen.

Kein anderes meiner gelesenen Bücher hat mich im Jahr 2010 so nachhaltig beeindruckt und so gefesselt wie diese beiden Panem-Bände.

Band 3 erscheint am 20.1. und ich bin schon sehr gespannt - ärgerlich dass ich zur Buchmesse nicht wusste wie gut diese Reihe ist, sonst hätte ich meine Nase einfach mal in den 3. Band gesteckt der da beim Oetinger-Verlag rumstand.

Sonntag, 2. Januar 2011

gesiegt

Update: ha, ich glaube ich habe gesiegt ;) Es war zwar mühsam und ich musste jeden Monat einzeln exportieren, konvertieren und importieren aber ich glaube ich habe nun alle Posts auch hier.
Nun werde ich mal sehen was sich als besser erweist. Ein bisschen unübersichtlich finde ich es hier ja noch...

Nun denn ... so lange das Importieren der WP-Texte nicht klappt gibt es also nur den Testbeitrag um zu sehen wie das dann aussieht.
Ob es hier weitergeht hängt davon ab ob die Importfunkton irgendwann auch mal funktioniert oder ob Blogger sich durch Nichtfunktionalität auszeichnet.
Schade, denn eigentlich fand ich das Ganze sehr ansprechend ... aber Serverfehler beim simplen Import sprechen wohl nicht gerade für Zuverlässigkeit.

Samstag, 1. Januar 2011

John Katzenbach - Der Professor

Dieses Buch von Katzenbach wollte ich von Anfang an unbedingt haben und auf Twitter erzählte mir (gefühlt) jeder dass er es hat (NEID!) - und dann bekam ich es ziemlich zeitnah quasi gleich 2mal :). Einmal von einer Freundin als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk und zeitgleich war es aber schon auf dem Weg zu mir da es mir eine Bekannte versprochen hatte wenn ich im Gegenzug eine Rezension schreibe. Das hatte ich versprochen und habe es bis jetzt nicht getan, dafür gibt es verschiedene Gründe - zum einen meine Verplantheit und zu anderen das ich das Buch erst mal auf mich wirken ließ und eigentlich immer noch nicht sicher bin ob ich die richtigen Worte dafür finde, aber Vorsatz für das neue Jahr ist "verprochenes endlich erledigen".

Ich mag Katzenbach irgendwie - und irgendwie auch nicht. Die Gestaltung von "Die Anstalt" fand ich toll, diese leuchtende Hand, klasse! Nur deshalb hab ich mir das Buch damals besorgt ;) - sehr schade, dass der Knaur-Verlag dieses Leuchtelement nicht bei den nachfolgenden Covern beibehalten hat, hätte ich ziemlich gut gefunden - und irgendwie einmalig.
Ansonsten war ich bei dem Buch zwiegespalten, wie auch bei fast allen nachfolgenden Katzenbachbänden, die Story war gut und eigentlich auch spannend, aber zu oft zu langatmig und irgendwie zäh, so dass ich trotz der Spannung immer mal wieder überlegte das Buch abzubrechen.

Das waren also meine Katzenbacherfahrungen und so war ich trotz dem vielversprechenden Klappentext auch etwas skeptisch.

Der pensionierte Psychologieprofessor Adrian Thomas bekommt von seinem Arzt eine niederschmetternde Diagnose: Demenz. Damit haben sich seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Vor seinem inneren Auge erscheint die Schreckensvision seines unaufhaltsamen, unheilbaren Abgleitens in die Dunkelheit. Verstört blickt der alte Mann auf die Straße hinaus und sieht in der anbrechenden Dämmerung ein vielleicht sechzehnjähriges Mädchen vorübereilen. Gleichzeitig rollt ein Lieferwagen heran, bremst ab und beschleunigt wieder: Das Mädchen ist verschwunden. Der alte Professor ist verwirrt. Hat er gerade eine Entführung beobachtet? Wenn es tatsächlich ein Verbrechen war, muss er handeln. Die Frage ist nur, wie. Kann er noch klar genug denken, um das Mädchen zu finden?


Das ist also die Inhaltsangabe die mich so neugierig machte - aber ob sie halten kann was versprochen wurde?
Um das mal gleich vorweg zu nehmen, ja sie konnte es.

Der Professor der am Tag an dem er erfährt das er eine unheilbare und seltene Erkrankung hat und nicht mehr lange zu leben hat (und auf dem Weg zum Tod von seinem Gehirn im Stich gelassen werden wird) eine Entführung eines Mädchens beobachtet stellt seine Selbstmordpläne hinten an und obwohl er an der Zuverlässigkeit seines Gehirns zweifelt beginnt er eigene Nachforschungen anzustellen.
Die Eltern des Mädchens denken ihre Tochter wäre weggelaufen, denn das hatte sie ursprünglich auch vor und auch die Polizistin ermittelt erst eher halbherzig und weiß nicht in wie weit sie dem schrulligen und so manches Mal merkwürdigen Professor trauen kann.
Dennoch arbeitet sie mit ihm zusammen, auch wenn der Professor sehr viele Alleingänge unternimmt.

Die Teile aus Entführersicht beschreiben natürlich auch mal Brutales, allerdings habe ich die meiste Zeit eher den Eindruck gehabt dass mehr darauf abgezielt wird den Kopf des Lesers anzuregen. Besonders in Erinnerung ist mir jedoch keine Brutalität geblieben, was natürlich auch an einer gewissen Abgestumpftheit liegen kann - allerdings empfinde ich z.B. die Brutalität aus "Erbarmen" von Jussi Adler-Olsen immer noch als sehr viel schlimmer. Auch da spielte sich in meinem Kopf einiges ab, obwohl nicht immer alles sehr detailliert beschrieben wurde, die Andeutungen reichten schon.
Ich fühlte mich also im "Professor" nicht von Brutalität überrollt, so manches Mal war ich sogar überrascht das nicht detaillierter beschrieben wurde.

Das Cover passt gut zur Gesichichte und gefällt mir ziemlich gut.

Die Figuren waren recht gut beschrieben, vor allem in den Professor konnte ich mich oftmals hineinversetzen und ob seines ständigen Verfalls auch Mitgefühl für ihn empfinden.

Das für mich Besondere an diesem Buch war, dass Katzenbach es dieses Mal tatsächlich geschafft hat ein durchgängig spannendes Buch zu schreiben. Ich habe mich zwischendurch nie gelangweilt oder mit dem Gedanken gespielt mit dem Lesen aufzuhören, ein Gefühl das ich wohl bei sonst noch keinem der gelesenen Bücher von Katzenbach hatte.

Daher ist dieses Buch, das im Knaur-Verlag erschienen ist, für mich wohl der beste Band von Katzenbach. (zumindest von denen die ich bisher gelesen habe - "Das Rätsel" fehlt mir z.B. noch) und ist auf meiner Liste der Überraschungen des Jahres relativ weit oben.

Danke für das Buch, denn ich hätte dieses Mal tatsächlich was verpasst wenn ich es nicht gelesen hätte.