Samstag, 29. Januar 2011

[HB] Totengrund - Tess Gerritsen

Ich habe beschlossen vor alle Hörbüchermeinungen nun als tag [HB] zu setzen damit gleich klar ist um was es geht.
Das ist sie also - meine erste richtige Meinung über ein Hörbuch.
Als erstes habe ich mir bei Audible "Totengrund" von Tess Gerritsen ausgesucht, obwohl ich schon irgendwie die Qual der Wahl hatte.



Gelesen wird es von Mechthild Großmann und Namen sagen mir bei Hörbüchern ja noch ziemlich wenig, bisher kann ich nur mit 3 Männernamen etwas anfangen: Rainer Strecker (liest "Skulduggery" großartig, Simon Jäger (liest Fitzek Bücher) und Rufus Beck (liest Harry Potter genial und "Lemony Snicket" toll). Bei Frauen verbinde ich, wenn überhaupt, die Stimme mit den Büchern und weiß keine Namen.

"Totengrund" sollte es also sein, denn Gerritsen mag ich und lese mit Begeisterung jedes der Rizzoli/Isles Bücher und da ich das in absehbarer Zeit wohl nicht in Buchform in den Händen halten würde war es den Versuch als Hörbuch ja wert..

Wie ich halt so bin hab ich natürlich klugerweise erst NACH dem Download entdeckt, dass es davon auch eine ungekürzte Version gibt - naja egal, ich wollte es trotzdem probieren.
Mein Hörbuch dauerte also in der gekürzten Version 7 Stunden  und 37 Minuten, das dürfte sich zeitlich gesehen nicht zuuu sehr von der Zeitspanne unterscheiden die ich mit dem gedruckten Buch hätte verbringen können - ganz im Gegensatz zu der ungekürzten Variante die 12 Stunden 24 Minuten dauert - so lange hätte ich selbst bei langsamstem Lesen für das Buch niemals gebraucht. (ich wäre wohl auch schon schneller als die gekürzte Variante gewesen)
Damit sind wir auch bei dem Grund warum für mich die Sprecher von HBs immens wichtig sind, normalerweise dauert ein HB deutlich länger als wenn ich ein Buch selbst lesen würde und da muss der Sprecher schon sehr fesselnd lesen dass ich diese extra Zeit opfern möchte.

Inhalt des Buches:
In einem Dorf in den tief verschneiten Bergen Wyomings ist etwas Schreckliches passiert. Die Fenster der Häuser sind offen, das Essen steht noch auf den Tischen, doch keine Menschenseele ist zu sehen. An diesem verlassenen Ort haben Maura Isles und ihre Freunde während eines Schneesturms Zuflucht gesucht. Und sind seitdem spurlos verschwunden. Nur ein einziger Fußabdruck zeigt, sie waren nicht allein in diesem einsamen Tal... Als Jane Rizzoli Tage später erfährt, dass ihre Freundin nicht von einer Pathologenkonferenz in Wyoming zurückgekommen ist und ein Autowrack mit vier Toten gefunden wurde - darunter eine verbrannte Frauenleiche in Mauras Alter - , stellt sie sich nur noch eine Frage: Lebt Maura noch?


Klingt spannend, wie alle Rizzoli-Bände und das war die Geschichte auch ohne Zweifel.
Habe ich mich anfangs aber noch geärgert, dass ich nicht die ungekürzte Version runterlud so wechselte der Ärger schnell in Erleichterung und ich fragte mich sogar ob es nicht vielleicht eine gekürzte Version der gekürzten gäbe ... gab es aber nicht.
Es dauerte über etwa 1,5h Stunden bis überhaupt die erste Leiche auftauchte, und dann war es auch "nur" eine Hundeleiche ... die vorherige Zeit wurde damit verbracht zu beschreiben mit wem Maura in die Berge fährt und das die Berge verschneit sind ... langatmig, sehr langatmig - und langweilig.
Im Buch hätte ich da sicherlich einfach nur quergelesen und evtl. zügig überblättert.
Es dauerte also Stunden bis Jane Rizzoli überhaupt das erste Mal erwähnt wurde, von Gerritsen bin ich eigentlich rasantere Einstiege gewohnt. 
Bei etwa der Hälfte des Hörbuchs fing die Geschichte dann an Fahrt aufzunehmen und man konnte erahnen dass man hier einen Thriller hört.
Für mich persönlich kam dann das eigentliche Hauptthema des Buches zu abprupt, das kann aber auch an den Kürzungen des HB gelegen haben und da mag die Einführung im gedruckten Buch besser sein.
Gegen Ende fehlten mir auch ein paar Trauerszenen um die Menschen in der Hütte und die Information was genau mit dem Pathologen passierte, auch das wird wahrscheinlich Kürzungsopfer sein vermute ich.
Schade, dass die Geschichte erst bei der Hälfte richtig losging, falls das im Buch auch so war hätte ich es wohl bis dahin nicht gelesen und damit wäre mir ein doch noch spannendes Buch mit interessanten Wendungen entgangen.
Allerdings hätte ich die ungekürzte Variante als Hörbuch wohl nicht durchgehalten, dazu wünschte ich mir zu oft iin der gekürzten Version noch Kürzungen her.
Das lag aber zu einem nicht unerheblichen Teil ganz sicher auch an der Sprecherin ... uff ... kann man haben, muss man aber nicht ...
Das war wirklich anstrengend, Frau Großmann schaffte es nach meinem Empfinden so gar nicht durch ihr lesen Spannung aufzubauen, im Gegenteil es kam mir vor als wolle sie mir eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen und ich musste mich anstrengen um in meinem Kopf den Spannungsbogen der in der Geschichte definitiv existierte überhaupt aufrechtzuerhalten.
Auch die Stimmen die sie den verschiedenen Personen gab waren für mich nicht immer klar erkenn- und abgrenzbar. Manches Mal waren die Stimmen auch einfach katastrophal fehlplatziert ... wenn man die Stimme eines Teenagers so klingen lässt wie die eiines weinerlichen, quengelnden Kleinkindes dann passt das nicht. Sobald die Erwachsenen eher schreien sollten hörten sie sich quäkend und weinerlich an, eher so wie man sich Hexen im Märchen feststellt oder manchmal auch wie echte Kleinkinder - das war nervend und hörte sich schrecklich falsch an.

Story sehr gut und auch spannend, Umsetzung als HB vor allem durch die Sprecherin eher so naja ...

Ich werde wohl in Zukunft genau darauf achten bei Hörbüchern die von Frau Großmann gelesen werden nur die gekürzte Variante zu nehmen, das langweilt mich sonst zu sehr.

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