Donnerstag, 3. Februar 2011

Entsetzen - Karin Slaughter

Ich mag Karin Slaughter eigentlich, die Bücher der Linton/Tolliver-Reihe verschlinge ich regelrecht und freu mich immer riesig über Neuerscheinungen. Ich hab aber auch meistens ein Problem mit Zweitreihen von Autoren - außer bei Jeffery Deaver - die von Cornwell finde ich gnadenlos langweilig, auch Andreas Franz ist bei der Brandt-Reihe eher lahm (da finde ich die Drittreihe besser mit den Kieler Kommissaren) und auch Band 1 der Trent-Reihe von Slaughter war zwar ganz nett aber irgendwie auch nicht mehr ...
Nun gibt es also Band 2 "Entsetzen, erschienen im Blanvalet-Verlag.

Die Inhaltsangabe verspricht auch einiges und es war klar "ich will das lesen" :)

Noch auf der Schwelle zu ihrem Zuhause sieht Abigail Campano die Glasscherben. Den blutigen Fußabdruck auf dem Dielenboden. Und den Mann, der sich über den leblosen Körper eines Mädchens beugt. Ihre Tochter! Sie stürzt sich auf ihn, bringt ihn zu Fall, und in einem erbitterten Kampf um Leben und Tod erwürgt sie ihn. Das Mädchen, sieht sie, wurde erschlagen. Der Körper ist mit Bisswunden und Prellungen übersät. Doch es ist nicht ihre Tochter Emma, sondern deren beste Freundin Kayla. Emma ist wie vom Erdboden verschluckt.

Special Agent Will Trent weiß: Die Chance, das Mädchen lebend zu finden, wird von Stunde zu Stunde geringer. Doch noch entsetzlicher ist die Vorstellung, dass der sadistische Täter ungeschoren davonkommen könnte …


Das  Buch beginnt auch wahrlich rasant und ich war ziemlich schnell gefesselt. Leider ließ das dann aber zügig nach, die Story wurde immer langatmiger und zusätzlich noch durch Unmengen von persönlichen Problemen der Hauptakteure aufgebauscht, das nahm die Spannung aus dem eigentlich recht spannenden Fall deutlich raus.
Irgendwann langweilte ich mich dann so sehr, dass ich das Buch für mehrere Wochen zur Seite legte - das ist mir noch nie bei einem Slaughter-Band passiert, bisher konnte ich die immer nur am Stück durchlesen.
Nach Wochen nahm ich das Buch dann erneut in die Hand und las es zu Ende. Obwohl es gegen Ende wieder spannender wurde war der Weg bis dorthin viel zu langatmig und mit eher unwichtigen Details gepflastert. Auch während der Schlussermttlungen zog es sich wieder etwas, obwohl mir z.B. völlig unklar war warum Will die Sache mit den Farben nicht sofort verstand - das hätte er mE auf Grund seiner Geschichte innerhalb von Sekunden erkennen müssen, mir war es jedenfalls im Moment des Lesens sofort klar.

Das war definitiv der für mich schwächste bisherige Slaughter und wenn sie tatsächlich durch die Entwicklungen in der Linton/Tolliver-Reihe eine Art Crossover plant (so habe ich das zumindest auf der Lesung verstanden) dann sehe ich das mit sehr gemischten Gefühlen und kann nur hoffen, dass sie sich dann auf die bessere Erzählweise besinnt.

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