Samstag, 23. Juli 2011

Das erste Mal - Laugenbrötchen

Schon letztes WE hab ich mir ziemlich spontan die Frage gestellt ob es wohl schwierig ist Laugenbrötchen zu machen und habe deshalb eifrig gelesen. Als erstes habe ich gelernt, dass Haushaltsnatron wohl nicht das Mittel zur Wahl ist da es wohl schlechter bräunt und geschmacklich einen Unterschied macht.
Vornehmlich Menschen aus Bayern und Schwaben erwähnten sehr deutlich, dass der Unterschied deutlich merkbar ist. Also kam sowas nicht in die Tüte, ich lebe mein ganzes Leben in Gegenden wo Laugengebäck üblich ist und da stehen Dinge die vielleicht irgendwie so ähnlich schmecken einfach gar nicht zur Debatte. Ich wäre hinterher nur enttäuscht und würde mich ärgern und will es auch gar nicht ausprobieren.

Also war klar: ich brauche richtige Lauge die dann aus NaOH besteht und eben nicht so einfach im Supermarkt zu kaufen ist, weil sie ätzend ist. Nach allem was ich so las scheint es oft etwas schwierig zu sein das Natriumhydroxid für die Lauge zu kriegen, weil die Apotheker sich oft quer stellen. Also hab ich es dann gar nicht erst dort probiert sondern gleich das Internet bemüht.
Ich hab dann bei Backstars bestellt, 250g Brezellaugenperlen für 2,79€ - damit sich die Versandkosten auch lohnen "musste" ich natürlich noch ein paar Dinge bestellen :-D. Nun hab ich also endlich eine Metallplatte um damit geteilte Böden abzuheben (endlich nicht mehr mit irgendwelchen Pappumschlägen rumfummeln),einen Teigschaber ohne Stiel, einen Pinsel und Schokoperlen. Wofür ich die Schokoperlen so brauche weiß ich nicht, mir schwebt da momentan nur Joghurt vor, aber mal sehen.
Schokoperlen (schmecken relativ salzig :/), Laugenperlen und das restliche Backzeugs
Und ab da trieb dann die Neugierde, eigentlich war der Plan sonntags ofenfrische Brötchen zu haben, aber ich nahm dann doch die halbe Menge des Rezeptes um zu probieren.

Benutztes (bereits halbiertes) Rezept:
1/2 Würfel Hefe
1 gestr. TL Salz
1 Prise Zucker
250g Mehl
150ml Wasser
10g Butter
Ich werde beim nächsten Mal weniger Wasser nutzen, musste Mehl nachkippen.

Hefteig draus machen (in einem Video einer Bäckerei hab ich gelernt das Salz soll zum Schluss rein weil die Hefe das nicht mag), das Gedöhns mit Vorteig spare ich persönlich mir ja immer, gelingt auch ohne. Der Teig durfte dann eingekuschelt in meine Bettdecke ein bisschen gehen (weniger als ne Stunde, eher so 30 min).

Dann ging's an die Formarbeit ... das Schleifen hab ich ja immer noch nicht drauf :( und das Brezel schlingen das bei den Brezeln von Juchem noch so gut klappte offenbar auch nicht mehr, also wurden sie gelegt.
Dann durften die geformten Dinge wieder eine ganze Weile gehen und wurden anschließend für einige Zeit in den Kühlschrank gesteckt, weil es besser ist wenn sich ne Haut auf dem Teig bildet damit die Lauge nicht zu tief eindringt.
nach dem nochmaligen Gehen, vor dem Kühlschrank
Zum Hantieren mit der Lauge habe ich 2 Latexhandschuhe übereinandergezogen, das erwies sich hinterher auch als sehr sinnvoll für mich - Läufern reicht aber sicher 1 Paar - die Lauge reagiert offenbar niit Alu und zum Backen ist eine Dauerbackfolie oder Silikonmatte sinnvoll, weil sie auch mit dem Backpapier und dem Blech reagiert. Und Fett ist ganz schlecht, das wird dann Seife und wer will schon Seifenbrötchen...

Also 100ml kaltes(!) Wasser in die gute, alte Jenaer Glasschüssel (so eine weiße mit Blümchen) von Mutti und 4g Perlen abgewogen und unter Rühren dazugepackt. Da ich widersprüchliches über das zu benutzende Geschirr las hab ich's einfach mit nem Kunststoffkochlöffel probiert.(kA was das für ein Material ist), Holz ist aber wohl nicht gut, zumindest da war man sich einig. Dem Kochlöffel geht's noch gut.
Ich hatte ja mit Gezische oder so gerechnet, aber da war nix - gut so.
Als Schutzbrille musste meine normale Brille reichen, eine echte hab ich nicht und könnte sie ja eh nicht über die Brille ziehen (und ohne Gläser in Sehstärke käme ich eh nicht weiter).

Dann durfte der erste Teig rein, er wurde sauglitschig(!) und die Schaumlöffelvariante erwies sich als nicht praktikabel (dazu bräuchte ich mehr Lauge, das wäre aber ja Verschwendung) und ich nutzte meine behandschuhten Hände. Leider verlor der Teig auch merklich an Form, das war echt unpraktisch.
Die Lauge war warm - was logisch ist und ich glitschte mich also so durch.
Der Teig sieht nach dem Laugen deutlich gelber aus.
nach dem Laugen, man sieht den Formverlust deutlich
Der Versuch die Teiglinge einzuschneiden wurde auch eher zur Qual, das Keramikmesser klebte ziemlich am Teig und ich musste ziemlich rumdrücken was nicht gut für den Teig war. Nächstes Mal probiere ich ein anderes Messer.

Dann zog ich Handschuhpaar 1 aus und konnte so (immer noch mit Handschuhen) meine Alu)!)greifreifen anfassen ohne dass da irgendwas reagiert. Das Blech kam in den auf 250° vorgeheizten Ofen der dann auf 200° runtergedreht wurde. Drin blieben die Brötchen so ca 20-25 min und sie fingen sich recht bald an zu färben und dann fing es auch an zu riechen - leeeckeeer :-D
Leider gingen die Schnitte nicht auf, wahrscheinlich weil ich so auf dem Teig rumdrückte.
Wichtig ist auch: Die Backwerke müssen zügig nach dem Laugen in den Ofen damit die Lauge nicht einzieht (es ist schließlich Fett im Teig und man erinnert sich: Lauge + Fett = seifig).
Auch glänzend wurde es noch nicht, woran das lag? Keine Ahnung, aber ich werde es hoffentlich rausfinden.
Endergebnis - leider nicht schön aufgegangen
Während der Backzeit entsorgte ich dann mit dem noch angezogenen Handschuhpaar die Laugeutensilien, die Lauge kam ins Waschbecken (der Abfluß läuft eh immer schlecht ab) und auch der Schaumlöffel und das Messer wurden gründlichst abgespült, ebenso wie die Handschuhe die vorher im Laugenkontakt waren.
Erst dann wurden die andern Handschuhe ausgezogen

Abgesehen von optischen Gesichtspunkten waren die Brötchen echt lecker und ich werde die sicher öfter backen, denn so kompliziert war es gar nicht.
Das nächste Mal werd ich die Teiglinge vorher einfrieren und dann laugen, dann sollen sie die Form besser halten und die äußere Schicht taut ja durch die warme Lauge an.

Wichtig:
- verwechselt NaOH nicht mit Kaisernatron aus dem Supermarkt, das ist gravierend anders zu nutzen
- erhitzt das Wasser nicht wenn ihr da NaOH reingebt, das reagiert sonst mit spritzen und kann euch die Augen ruckzuck ruinieren
- zuerst das Wasser und danach die Laugenperlen dazugeben, nicht umgekehrt -> spritzt
- nutzt Handschuhe und vergesst nicht, dass ihr mit einer ätzenden Lauge rumhantiert, das wollt ihr nicht auf Körper, Schleimhäuten oder Kleidung haben

Donnerstag, 21. Juli 2011

Bücherpost

Keine Sorge, ich werde nicht über jedes erhaltene Buch schreiben ;) - wobei das ja auch nicht so viele wären, mein Buchzu- und -abfluss hält sich momentan in Grenzen.

Heute kam aber "Nachtschrei" von Jeffery Deaver hier an - ein Gewinn von Sascha, der netterweise an mich dachte als die eigentliche Gewinnerin vom Gewinn zurücktrat. (an dieser Stelle könnte das Foto sein - wenn der Akku voll wäre)

Also nochmal herzlichen Dank an die Ursprungsgewinnerin das sie das Buch schon kannte! Ich freu mich und bin sehr gespannt.

Donnerstag, 14. Juli 2011

[HB] Krystyna Kuhn - Das Tal 1.1 (Das Spiel)

Die Reihe war eine Empfehlung der Buchhändlerin und auch auf Twitter hatte ich schon viele lobenden Worte davon gelesen, immer wieder wurde erwähnt es sei so spannend man müsse direkt weiterhören und könne kaum den nächsten Band erwarten.

Da ich durch die Inhaltsangabe nicht so ganz überzeugt war dachte ich "Naja, probier es erst mal als Hörbuch".
Also war Audible wieder fällig.
Gelesen wird das Buch von Franziska Pigulla und es dauert (gekürzt) 4h 25min. Damit erklärt sich auch warum es mir immer deutlich kürzer vorkam als andere HB, es IST nämlich deutlich kürzer ;).

Mitten in den kanadischen Wäldern liegt das Solomon-College, Ausbildungsschmiede für Hochbegabte. Doch seltsame Dinge gehen in dem abgeschlossenen Tal vor sich: Warum ist der Ort nicht auf Google Earth zu finden? Was hat es mit den Jugendlichen auf sich, die Mitte der 70er in den Bergen verschwanden? Julia und ihre Clique sind ahnungslos, als sie ihr erstes College-Jahr beginnen. Doch sie werden bald herausfinden, nichts ist, wie es scheint und sie alle nicht ganz zufällig an diesem Ort sind

Stöckchen "Ein Buch das..."

Ich glaube ich bin eigentlich nicht so der Stöckchentyp (und dazu auch in der Blogszene zu wenig vernetzt), aber das hier hab ich eher zufällig auf einem Blog auf dem ich vorher noch nie war gelesen und hatte dabei so viele Erinnerungen ... das Stöckchen muss jetzt einfach sein :)

Ein Buch, das…

… dich zum lachen gebracht hat.
So richtig zum lachen so mit Tränen? Schon lange keins mehr, aber "Ich trink Ouzo, was trinkst Du so" von Stella Bettermann war ziemlich dicht an den Tränen, allerdings vielleicht auch nur weil mir vieles von dem was beschrieben wurde SOWAS von bekannt vorkam und ich dabei griechische Bekannte vor mir sah :D

… dich zum weinen gebracht hat.
"Harry Potter and the Deathly Hollows" von Joanne K. Rowling. Damals wie auch den Vorgänger extra  auf englisch gekauft, damit ich ihn schneller in den Fingern hab und dann hach .... jede Seite die ich las brachte mich näher ans Ende, aber langsamer lesen ging ja auch nicht - aber dann Dobby ... :(
… dich nachdenklich gemacht hat.
"Die Tribute von Panem" von Suzanne Collins. Band 1 hat mich ziemlich nachdenklich gemacht und musste erst mal verdaut werden, die andern beiden machten mich immer noch nachdenklich aber nicht mehr in der Intensität wie Band 1.

… dich nicht los gelassen hat.
"Brave new world" von Aldous Huxley, war damals eine Schullektüre und die wirklich schon sehr abgegriffene Version steht auch immer noch in meinem Regal.
Wobei ich finde, das die Frage und die davor ne ziemlich große Schnittmenge hat.
…  dich total enttäuscht hat.
"Scarpetta" von Patricia Cornwell. Zumindest glaub ich das es so hieß. Ab "Die Dämonen ruhen nicht" wurden die Bücher um Kay Scarpetta immer abstruser, schlechter und wirrer - sehr schade ich habe die Reihe mal wirklich sehr gerne gelesen. Es enttäuscht mich immer wieder auf's Neue wenn ich sehe es ist ein neuer Band erschienen der sich dann erneut als schlecht rausstellt. Mittlerweile bin ich aber so weit das ich die Finger davon lasse und es einfach nur schade finde.
… dich überwältigt hat.
“Die Tribute von Panem” ganz klar! Woooohooo, das waren kurze Nächte :D
… dich positiv überrascht hat.
Die "Millenium"-Trilogie von Stieg Larsson, ich hatte doch befürchtet das würde so ein dröges Buch über Wirtschaftskriminalität oder so (ganz klar war mir nicht um was es gehen soll) und dann wurden es einfach 3 fesselnde, gut geschriebene Bücher.

… du nicht beenden wolltest, weil es so gut war.
Die "Tinten" Trilogie von Cornelia Funke, tolle Schreibweise, fesselnd, ein bisschen rührend und Büüücher ... hach ...
… du nicht aus der Hand legen konntest.
Ich wiederhole mich, aber "Die Tribute von Panem" Band1 und 2 - ich konnte nicht aufhören zu lesen bis das Buch durchgelesen war und ich hatte es erst abends angefangen ...

… du abgebrochen hast.
"Herr der Ringe" - so gar nicht mein Ding. Mein allererstes bewusst abgebrochenes Buch war "Fräulein Smillas Gespür für Schnee". Das letzte war aber wohl "Scarpetta".

… du eigentlich nie lesen wolltest.
Da gibt's mehrere ;) Sowohl "Panem", weil Cover und Rückentext auf eine völlig andere Richtung schließen ließen, aber ganz klar "Harry Potter" - Band 1 wurde mir von der Deutschlehrerin in Klasse 12 nahegelegt. Ich sagte dann "Das ist doch was für Kinder, sowas lese ich nicht" ... und dann waren irgendwann Sommerferien, ich hatte nix mehr zu lesen und mein Bruder die ersten Potterbände im Regal und weil ich seine anderen Bücher alle schon kannte mussten dann die Potter gelesen werden... tja ... Band 6 und 7 hab ich dann immer gleich auf englisch vorbestellt um zu wissen wie es weitergeht :D
… du als letztes in der Schule gelesen hast.
Aus der Schule bin ich ja nun schon eine Weile raus, aber die letzte Schullektüre dürfte auch mein Sternchenthema im Abi gewesen sein: "Das Parfum" von Patrick Süskind - tolles Buch das mich sehr beeindruckte und auch heute noch in meinem Regal steht. Es kann auch sein, dass es "Die Geschichte des Herrn Sommer" war von Süskind, darüber habe ich eine Buchvorstellung gemacht, ob das aber zeitlich vor, nach oder während dem Parfum lag weiß ich nicht mehr.
… auf deinem Nachttisch liegt.
Äh, eins? Da liegen mehrere deren Position auch immer wechselt. "Erlösung" von Jussi Adler-Olsen, "Blutträume" von Frank Thilliez und "Die Auswahl" von Ally Condie
… du unbedingt als nächstes lesen möchtest.
Undbedingt "Der Vollstrecker" von Chris Carter!


Ich werde dem Stöckchen eigenmächtig mal noch was hinzufügen:
... du hasst.
Darauf kann es nur eine Antwort geben - "Woyzeck" von Georg Büchner. Eine der schlechtesten, unsinnigsten Schullektüren. Und angeblich fanden es bis zu unserer Klasse immer alle ganz besonders toll. Für mich unfassbar und ich denke immer noch (auch nach gut 10 Jahren) "ooooh no!" wenn ich irgendwo was von Woyzeck, Büchner oder Erbsen lese ...

Mittwoch, 13. Juli 2011

[HB] Der Menschenmacher - Cody McFadyen

Es ist mal wieder ein Audible-Hörbuch an der Reihe :).Das Buch hab ich schon seit Ewigkeiten runtergeladen und fing es auch gleich voller Vorfreude an zu hören, denn ich mag die Smoky Barrett Reihe von McFadyen sehr gerne und war gerne bereit McFadyen auch mit einem Buch außerhalb dieser Reihe ein Chance zu geben.


Die gekürzte Variante, gelesen von Hannes Jaenicke, dauert 7h 23min.

David lebt gemeinsam mit zwei anderen Kindern bei einem Mann, den sie ihren Vater nennen. Er hält sie gefangen und stellt ihnen unmögliche Prüfungen, an denen sie wachsen sollen - "evolvieren", wie er sagt. Wenn sie versagen, benutzt Vater einen Gürtel, manchmal eine Zigarette. Den Kindern bleibt keine Wahl: Wenn sie überleben wollen, müssen sie Vater töten.

Zwanzig Jahre später. David ist ein erfolgreicher Autor. Doch noch immer träumt er jede Nacht von dem schrecklichen Mord, den sie begangen haben. Eines Tages erhält er einen Brief mit einem einzigen Wort: "Evolviere". Vater ist vielleicht doch nicht tot. Die Vergangenheit kehrt zurück. Und mit ihr das Grauen.
Ich fand die Stimme von Hannes Jaenicke sehr angenehm und hörte wirklich gerne zu.
Leider hatte ich jedoch das Gefühl überhaupt nicht in die Geschichte reinzukommen und immer wieder nur zu denken "hä?! was? wie? wo?" und so habe ich das Hörbuch dann unterbrochen um es an einem andern Tag weiterzuhören, das ist bis heute nicht passiert. Stattdessen habe ich mehrere ganz andere angefangen und auch beendet.

Ich bin wirklich gewillt es nochmal mit dem McFadyen zu versuchen, allerdings wirkt sich in solchen Fällen dann einfach auch die Tatsache dass mein Player das Audibleformat nicht kann nachteilig für die Hörbücher aus. Denn dann wandert eher was auf den Player was ich als MP3 hab und das wird dann natürlich zuerst beendet.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Merkwürdiges Schild

Auf einer Getränkeflasche von Alwa las ich das Folgende:
Vor Sonne und Frost schützen und trockener und kühler Ort ist für ein Getränk mit Kohlensäure ja definitiv nachvollziehbar und ein Standardschild.
Aber SAUBER und GESCHLOSSEN?!
Wozu? Gibt's da irgendeinen logischen Sinn für?

Was ein Glück das ich heute gesaugt habe - aber oh weia meine Balkontür war offen und der Raum somit nicht komplett geschlossen ;)