Dienstag, 27. September 2011

Furchtbar lieb - Helen FitzGerald

Dieses dünne, unscheinbare Buch wurde mir mit Empfehlungsworten von Frau Nachbarin ausgeliehen. Ich solle es lesen wenn ich schwarzhumoriges mag.  Mag ich - und hey eine Axt auf dem Titelbild :D Okay, der Titel ist irgendwie eher so frauenromanmäßig und ich hätte es wohl sonst nicht angepackt weil der mich schon abschreckt.
Auch die Inhaltsangabe wäre für mich eher so unter "Chicklit" gefallen (das Wort hab ich erst auf Twitter gelernt), aber bisher waren die Empfehlungen von Frau Nachbarin nie schlecht und das Buch ist ja auch recht dünn.

Inhalt:
Das ist die Geschichte von Krissie und Sarah, unzertrennlich seit Kindertagen, deren Freundschaft abrupt an einer Klippe endet. Krissie, ein bisschen schlampig, trifft gern die falschen Entscheidungen und ist für ihren Sohn alles andere als eine perfekte Mutter. Sarah hingegen hat alles im Griff, sie hat ihren Traummann Kyle geheiratet. Zu ihrem perfekten Leben fehlt ihr nur noch eines: ein Kind. Doch ihre Verbissenheit macht ihre Ehe zu einem Fegefeuer aus Frust und Zeugungsunfähigkeit. Als Krissie, Sarah und Kyle auf einer Zelttour durch die schottischen Highlands mal richtig abschalten wollen, geht alles schief: Krissie und Kyle stürzen sich Hals über Kopf in eine Affäre und Sarah von einem Felsen. Doch das ist erst der Anfang eines Höllentrips, bei dem nichts so bleibt, wie es gewesen ist.

Das Buch ist tatsächlich immer wieder herrlich schwarzhumorig, zumindest ich habe mich zwischendurch definitiv amüsiert und es ist gar nicht so ein Frauenliteraturklischeebuch wie man vermuten könnte. Sehr positiv denn sonst hätte ich es wahrscheinlich nicht beendet.
Die Figuren sind schon ziemlich klischeehaft gezeichnet, aber genervt hat es mich dennoch nie sondern eher unterhalten.
Am Ende nimmt das Buch dann ziemlich rasant Fahrt auf und ich dachte nur "Wuuuhuu - ist das noch das selbe Buch das ich da lese?" Plötzlich wird sogar meine "Bluuuuut" Seele ein bisschen befriedigt (weit mehr als ich es erwartet hätte, ein Thriller ist es natürlich dennoch nicht).

Eine positive Überraschung in diesem Lesejahr, leider nur sehr dünn mit etwa 230 Seiten, die abseits meiner üblichen Lesepfade lag. Aber ich mochte sie und hatte Spaß mit dem Buch!
Das Buch ist im KiWi-Verlag erschienen und ist auch als TB erhältlich.
Einen zweiten Band gibt es auch schon, er heißt "Letzte Beichte" und steht nun auf der "will ich irgendwann mal lesen" Liste, da er aber auch recht dünn ist hält sich meine Kaufmotivation noch etwas in Grenzen (zumal gerade ja 2 HC rauskommen die ich haben möchte) aber das Problem hab ich immer bei dünnen TBs.

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