Donnerstag, 19. Januar 2012

Game - Anders de la Motte

Das Buch war für mich DER Fehlkauf des Jahres 2011. Dabei war ich so gespannt, denn der Klappentext klang gut. Ich hatte wieder Lust ein Buch zu kaufen und bin so ziellos an den Büchertischen vorbei und war willig einen Gutschein auf den Kopf zu hauen da sprang mich das Cover an.
Klappentext:
Als Henrik Pettersson, kurz HP genannt, noch leicht benommen von der letzten durchzechten Nacht, im Zug nach Stockholm ein Handy findet, steckt er es kurzerhand ein und überlegt, es zu Geld zu machen. Doch plötzlich erscheinen folgende Worte auf dem Display: WANNA PLAY A GAME? HP zögert, drückt dann aber auf YES. Und damit beginnt das Spiel und der allergrößte Nervenkitzel, den er je erlebt hat – bis es irgendwann um sein eigenes Leben geht.

Das Grundprinzip der Story ist mE ähnlich wie "Erebos", man erhält aus einem Spiel heraus Aufgaben die man in der Realität erfüllen muss. Hier läuft das Spiel allerdings nicht über den Computer sondern über das Telefon auf dem Textbefehle auftauchen. 
Das Buch ist definitiv für Erwachsene geschrieben und nicht wie "Erebos" ein Jugendbuch.
Es laufen 2 Erzählstränge parallel, einmal der von HP und der seiner Schwester Rebecca.

Anfangs fand ich das Buch spannend, war neugierig auf die Aufgaben die HP erfüllen muss. HP versaut es sich aber ziemlich bald mit dem Spielleiter und flüchtet dann nur noch, das ist weit weniger interessant. Außerdem fing schon als er noch Aufgaben erfüllte damit an, dass mir die Schreibweise mehr als nur sauer aufstieß. Die Texte aus der Sicht von HP enthalten ein ganz merkwürdiges und nervtötendes Denglish. Der Autor empfindet es wohl als besonders cool oder hipp oder was auch immer scheinbar wahllos englische Wörter in Sätze zu streuen. Wie z.B. "Das war major stuff." oder "Becca war okay, as far as sisters go."
Sowas kommt wirklich ständig vor im Buch, in Normalfall auch noch kursiv gedruckt und im Laufe des Buches war mein Auge schon ehrlich genervt davon.
Auch sonst ist die Sprache sehr flapsig. Gerade zu albern sind die beschriebenen Sexszenen von HP, das liest sich als für ein Teenie von seinem Sex möglichst angeberhaft berichten wollen.
Ob das an der Übersetzung oder am Original liegt kann ich leider nicht beurteilen.

Die Geschichte wird dann auch immer abstruser und so habe ich mich dazu zwingen müssen weiterzulesen, schließlich hatte ich es ja gekauft. Der Schluss kam mir dann wieder sehr merkwürdig vor, aber ich habe auch das Gefühl dann die Zusammenhänge auf den letzten paar Seiten nicht mehr verstanden zu haben. Das war dann alles etwas überzogen.

Lahmer, nicht neuer Plot, schlechter Schreibstil, merkwürdige Möchtegern.Teenie-Sprache -> nicht empfehlenswert

"Game"  ist im Heyne Verlag als Taschenbuch erschienen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen